Vierscher Kinderprinzenpaar: „Zwei Fründe in de Bütt“ rocken die närrischen Bühnen

Bis zur Proklamation muss das Viersener Kinderprinzenpaar nur noch wenige Tage warten, offiziell vorgestellt allerdings wurden sie bereits beim Hoppeditzerwachen. Im Karneval sind Luca Fandrich und Sophie Luhnen lange keine Unbekannten mehr, bewiesen als Büttenredner, dass sie jeck genug sind um die kleinen Karnevalisten ein Jahr lang durch die Session zu führen.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Gewohnt in rot-weiß wird das neue Kinderprinzenpaar der Roahser Jonges erstrahlen. Farben, die die beiden gut kennen, denn der närrische Virus hat sie schon lange infiziert. Als zwei Fründe in de Bütt eroberten Luca I. (Fandrich) und Sophie I. (Luhnen) in der vergangenen Session bereits die Bühnen und begeisterten das Publikum mit ihren Tänzen und Büttenreden. Wenn sie nun als Kinderprinzenpaar gemeinsam eine närrische Session lang regieren werden, können sich die Karnevalisten sicher sein: Dieser karnevalistische Nachwuchs trägt das Winterbrauchtum bereits tief im Herzen.

Natürlich haben die bald hochverehrten Regenten in ihrem bürgerlichen Leben nicht nur den Karneval zum Hobby erkoren, auch wenn dieser einen ganzen Teil der freien Zeit einnimmt. Das närrische Prinzenpaar war bereits zusammen im Kindergarten und trafen sich tatsächlich beim Kinderkarneval im Rahser wieder. Schulisch trennten sich allerdings ihre Wege, denn der 10-jährige Luca drückt die Schulbank in der 5. Klasse der Anne-Frank-Gesamtschule, während seine immerhin zwei Jahre ältere Prinzessin bereits die 6. Klasse des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums besuchen darf. Dem Karneval ist der junge Prinz in Wartestellung bereits vor fünf Jahren verfallen und mischt ordentlich in der Prinzengarde der Roahser Jonges mit. Doch so ein Winterbrauchtum pausiert eben auch einmal und dann lockt es den echten Naturburschen zum Fußball bei Blau-Weiß Concordia oder zum Schwimmen – außer natürlich er darf in der karnevals- und schulfreien Zeit mit seinem Vater durch Europa reisen.

Foto: Rheinischer Spiegel/heikehechel_photography

Seine Lieblichkeit Sophie war eigentlich immer schon jeck und begeistert bereits seit sechs Jahren das Publikum als Mitglieder Tanzgarde der Roahser Jonges. Musikalisches und Tänzerisches verbindet vielleicht auch deshalb mit ihren Hobbys, wenn sie gekonnt die Gitarre zu spielen weiß oder sich akrobatisch verdreht. Das Drehen von Video-Clips und ihre Zeit mit den Pfadfindern sind dann die willkommene Abwechslung – übrigens neben der Liebe zum Fußball. An der Hand von Christoph Kramer stand sie so schon auf dem Rasen als Einlaufkind bei Borussia Mönchengladbach und hat auch hier die Fanliebe zum Verein der Viersener Nachbarstadt mit ihrem Prinzen gemein.

Am kommenden Wochenende werden sie proklamiert und ab dann als Kinderprinzenpaar Prinz Luca I. und Ihre Lieblichkeit Sophie I. unterwegs sein. Dass nun die Ungeduld und Neugierde ein wenig steigen, das lächeln die beiden gekonnt weg, die bei Sitzungen, in Kindergärten, Schulen oder Altenheimen die Gäste zum Lachen und Schunkeln bringen werden. Mit ihrem Vorsatz für die Session werden sie den Ton angeben und so geht es rund, wenn es heißt: „Nun lasst uns zusammen das Prinzenspiel rocken, wir wollen auch den Letzten hinter’m Ofen hervor locken.“ (nb)