Viersen als Einkaufsstadt – Studie vergibt Gesamtnote 3 und zeigt Defizite auf

Im Vergleich zum Jahr 2018 hat Viersen bei auswärtigen Kundinnen und Kunden an Attraktivität gewonnen. Das geht aus der Studie „Vitale Innenstädte 2020“ hervor.

Viersen – Alle zwei Jahre befragt das Kölner Institut für Handelsforschung Passantinnen und Passanten anonym. In Viersen fanden die Befragungen im Auftrag des Citymanagements der städtischen Wirtschaftsförderung im September und Oktober des vergangenen Jahres statt.

37,7 Prozent (2018: 28,1 Prozent) der Passantinnen und Passanten wohnten nicht in Viersen. Das Einzugsgebiet reicht bis weit in die Region. Die Befragten kamen unter anderem aus Willich, Schwalmtal, Mönchengladbach und Nettetal sowie aus Wegberg, Kaarst, Kempen und Brüggen. Besonders positiv wurden Erreichbarkeit mit dem Auto oder Motorrad und mit dem Fahrrad genannt. Hier vergaben die Kundinnen und Kunden die Schulnote 1 bis 2. Auch eine sehr „Gute Orientierung und Wegeführung“ wurde bescheinigt.

Insgesamt schnitt Viersen 2020 mit der Gesamtnote 3 ab. Im Jahr 2018 war die Kreisstadt 0,3 Punkte besser bewertet worden. Defizite sehen die Befragten insbesondere beim Freizeitangebotes (Kino, Theater, Museum, Ausstellungen, Sport), bei Sehenswürdigkeiten und dem Erlebniswert (Neues entdecken, inspirieren lassen, Spaß haben). Alles Angebote, die im Coronajahr 2020 nur reduziert oder gar nicht stattfanden. Viele Veranstaltungen, die zur Belebung der Innenstadt beitragen sollten, mussten abgesagt werden. Bemängelt wird auch das nicht ausreichende Lebensmittelangebot.

„Es ist wichtig, den Ansprüchen jüngerer Menschen gerecht zu werden“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Die Studie zeige, dass das Durchschnittsalter der Innenstadtbesucher mit 50 Jahren recht hoch sei. „Es muss in Zukunft also auch darum gehen, mit welchen Angeboten Viersen jüngeres Publikum in die City locken kann.“

In der bundesweiten Untersuchung „Vitale Innenstädte 2020“ wurden in 107 deutschen Städten aller Größen und Regionen zwischen Ende September und Mitte Oktober 2020 zeitgleich Innenstadtbesucherinnen und -besucher zu ihren Einkaufsgewohnheiten und der Attraktivität der Innenstadt befragt.