Viersen Award soll junge Unternehmen in die Viersener Innenstadt holen

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Viersen bereitet den Wettbewerb „Viersen Award“ vor. Junge Unternehmen, Start-Ups und Gründungen sollen in die Innenstadt geholt werden.

Viersen – Im ersten Schritt sucht die Stadt nun geeignete Ladenlokale. Interessierte Eigentümerinnen und Eigentümer sind aufgerufen, sich bis zum 15. Juli 2021 beim Citymanagement zu melden. Gefragt sind Geschäftsideen, die Menschen in die Innenstadt locken. Das können Start-Ups aus dem Einzelhandel und der Gastronomie sein. Pop-Up-Stores oder urbane Manufakturen können hier einen Platz finden. Auch konsumorientierte Dienstleistungen sind gefragt. Die neuen Läden sollen nachhaltig die Innenstadt beleben und das Angebot noch vielfältiger machen.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat dazu das „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ aufgelegt. 185.000 Euro stehen in der Stadt Viersen zur Verfügung. Damit können vier leerstehende oder vom Leerstand bedrohte Ladenlokale gemietet werden. Diese sollen dann vergünstigt an die neuen Nutzerinnen und Nutzer untervermietet werden.

In einem ersten Schritt sucht die Wirtschaftsförderung nun geeignete Ladenlokale. „Wir freuen uns auf eine aktive Beteiligung engagierter Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien, damit wir im Herbst keine Zeit verlieren und unsere Preisträger möglichst schnell mit dem passenden Ladenlokal zusammenbringen können“, appelliert Marina Heuermann, Fachbereichsleiterin der Wirtschaftsförderung.

Die Förderung ist an Bedingungen geknüpft. Wer dabei sein will, vermietet sein Ladenlokal für 2 Jahre an die Stadt. Die zahlt als sichere Mieterin 70 Prozent der letzten Kaltmiete für die aktuell leerstehende oder von Leerstand bedrohte Immobilie. Die neuen Ladeninhaberinnen und Ladeninhaber profitieren zusätzlich vom Förderprogramm. Vier Fünftel der verbleibenden Kaltmiete werden aus öffentlichem Geld bezahlt. Im September 2021 startet der Wettbewerb um den „Viersen Award“. Start-Ups und junge Unternehmen können sich dann für die geförderten Ladenlokale bewerben. Eine Fachjury wählt die innovativsten und marktfähigsten Konzepte aus. Anschließend vermittelt die Wirtschaftsförderung die ausgewählten Projekte zu den Eigentümerinnen und Eigentümern. Ab Januar 2022 sollen die Läden vermietet sein.

Aufruf an Eigentümerinnen und Eigentümer

Wer sich für das Projekt „Viersen Award – Platz für kreative Geschäftsideen“ interessiert, schickt sein Exposé bis zum 15. Juli 2021 an das Citymanagement der Stadt Viersen. Die E-Mail-Adresse lautet citymanagement@viersen.de.

Benötigt werden die Adresse und Quadratmeter der Ladenfläche mit Plänen und Fotos, Aussagen zu Fluchtwegen und sanitären Einrichtungen sowie Angaben zur Kaltmiete aus der letzten Vermietung. Für Rückfragen ist das Team unter der Rufnummer 02162-101 690 erreichbar. (opm/paz)

Ein Blick durch die Brunnensäule am Viersener Sparkassenvorplatz. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Ein Kommentar

  1. Wenn man das Verfahren hier liest,kann man nur noch kopfschüttelnd die Hände vors Gesicht schlagen. Sozialismus vs. freie Marktwirtschaft. Fördermittel des Staates, ein “ Zentralrat“ als Wirtschaftsförderer,Kommissionen-genannt Fachjury-, Anträge, Formulare, Bewerbungen, Mietgarantien usw.
    Das ist kein Förderprogramm für junge Gründer oder frische Ideen, sondern eine Abschreckungsnummer.
    Viersen sollte sich mal in Monheim informieren, wie man so etwas unbürokratisch und erfolgreich umsetzt.
    Ein solches bürokratisches Verfahren schreckt nur ab und wird nicht zu einem langen und durchgreifenden Erfolg führen. Man sieht das übrigens ähnlich bei Ausschreibungen durch die öffentliche Hand. Da nimmt kaum noch ein Unternehmen bzw. Lieferant daran Teil,weil zu umfangreich, bürokratisch und zeitaufwändig
    bei minimalen Erfolgsaussichten. Viersen hat die Entwicklung einfach verschlafen. Man muss sich doch immer wieder fragen,warum man Leute von hier lieber in Roermond,Venlo,Kempen,,Düsseldorf usw. sieht
    und nicht im Städtle.Warum unsere Innenstädte veröden und zu vielen Zeiten den Eindruck von Geisterstädten vermitteln? Weil man es hier nicht verstanden hat. Da wirft man immer wieder Steuergelder raus für das x-te Gutachten oder glaubt,durch ein paar Lämpchen und Pflastersteinchen das grosse Rad zu drehen. Nur mal ein Beispiel.Warum ist in Viersen kein Karlplatz (Fester Markt in Düsseldorf) möglich.Warum gibt es keine Markthallen wie in anderen Ländern mit buntem Treiben und Handeln? Wo findet man auf den Märkten auch Delikatessen neben Foodtrucks oder Imbissbuden u.a. mit Speisen und Angeboten der vielfältigen Kulturen aus unserem Land? Weniger Regelungswut und Förderirrsinn,mehr Freiheit und Toleranz. Nur dann duftet es in unseren Gassen und riecht nicht nach dem Mief einer vergangenen Zeit.

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