Viersen: Weiterhin Borkenkäfervermehrung und Fichtensterben

Die hohen Temperaturen und die fehlenden Niederschläge der Sommermonate führen auch im Spätsommer weiter zu einem vermehrten Absterben des Pflanzen- und Baumbestandes in Viersen. Die aktuelle Situation sorgt ebenfalls für die Ausbreitung des Borkenkäfers, der Rußrindenkrankheit und die Massariakrankheit an städtischen Platanen.

Viersen – Immer noch werden Bäume und Pflanzen aktuell mit Wasser versorgt, denn der Regen der vergangenen Tage reicht nicht aus um den ausgetrockneten Boden ausreichend zu versorgen. Der Tribut, den die langanhaltende Trockenheit fordert, wird auch in Viersen deutlich sichtbar, wies Stadtförster Rainer Kammann im Ausschuss für Bauen, Umwelt- und Klimaschutz auf die desolate Lage hin. Buchen, Birken, Eichen, aber auch andere Baumarten seien bereits abgestorben oder würden in der kommenden Zeit absterben, darunter ebenfalls einzelne Altbuchen am Hohen Busch sowie am Heiligenberg – zunehmend seien die pflanzlichen Opfer der Trockenheit flächendeckend zu beobachten.
Durch die Trockenheit müssen zudem die enormen „Nebenwirkungen“ bekämpft werden, denn die sterbenden Bäume bieten dem Borkenkäfer ebenso ein perfektes Zuhause für seine Vermehrung wie der Rußrindenkrankheit oder dem Massariapilz, der gerne ältere Platanen befällt.

Weiterhin werden die abgestorbenen Fichtenbestände und Laubbäume nach Priorität gefällt, wobei die Fällungen von Ahornbäumen, die mit der Rußrindenkrankheit befallen sind, differenziert behandelt werden müssen. Auch die Wässerung wird in der kommenden Zeit ebenso vorgenommen wie die Wiederaufforstungen mit klimaresistenten Baumarten, weshalb nun versucht wird Fördermittel des Landes für zurückliegende, bereits durchgeführte, aber inzwischen förderfähige Maßnahmen zu erhalten. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel