Viersen-Dornbusch: Polizei stellt mutmaßlichen Sexualstraftäter

Schwere Verletzungen erlitt eine 50-jährige Frau aus dem Kreis Viersen durch eine Sexualstraftat. Die Einsatzkräfte der Polizei Viersen konnten den Tatverdächtigen im Rahmen der Fahndung stellen und vorläufig festnehmen. Es handelt sich bei dem Verdächtigen um einen 52-jährigen Deutschen aus Viersen.

Viersen-Dornbusch – Am Dienstag um 13:44 Uhr meldete sich die 50-Jährige über Notruf bei der Polizei und teilte mit, dass ein unbekannter Mann sie überfallen hätte und versucht habe, sie zu vergewaltigen. Der Tatverdächtige habe aufgrund massiver Gegenwehr von ihr abgelassen und sich vom Tatort entfernt. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf die sichtbar unter dem Eindruck der Ereignisse stehende Frau. Sie bestellten sofort einen Rettungswagen, der die Schwerverletzte ins Krankenhaus brachte, wo sie stationär verbleiben musste.

Die Frau hatte den Tatverdächtigen geistesgegenwärtig bei seiner Flucht von hinten fotografiert und konnte eine gute Personenbeschreibung abgeben. Zahlreiche Einsatzkräfte beteiligten sich an der Fahndung nach dem Flüchtigen. Der bereits angeforderte Polizeihubschrauber konnte wieder abdrehen. Zehn Minuten nach dem Notruf hatten die Einsatzkräfte den Mann an einem Feld in der Nähe des Harffwegs aufgespürt. In Angesicht der Streifenwagen versuchte er noch vergeblich, in ein Waldstück zu flüchten. Er wurde in dem Feld gestellt und vorläufig festgenommen.

Die Frau erklärte nach erster ärztlicher Behandlung im Krankenhaus, dass sie beim Spaziergang plötzlich und ohne Vorwarnung von dem Mann angegríffen und massiv körperlich attackiert wurde. Sie stürzte zu Boden und der Mann sei unter Androhung von Gewalt sexuell übergriffig geworden. Durch massive Gegenwehr und lautes Schreien habe er schließlich von ihr abgelassen und sei ruhigen Schrittes davon gegangen.

Der 52-jährige Viersener, der unter Betreuung steht, wird im Laufe des Tages dem Haftrichter in Mönchengladbach vorgeführt. Er hat sich bislang nicht zum Tatvorwurf geäußert./ah (506)

Update 14:30 Uhr – Der mutmaßliche Sexualstraftäter sitzt in einer Justizvollzugsanstalt. Der Haftrichter in Mönchengladbach ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft soeben die Untersuchungshaft an.

Quelle: Polizei Viersen (Ende letzten Jahres kündigte der Innenminister Nordrhein-Westfalens, Herbert Reul, in der Landeshauptstadt Düsseldorf an, dass die Polizei des Bundeslandes in Pressemitteilungen künftig die Nationalität aller Tatverdächtigen nennen wird. Mittlerweile wurde der Erlass für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei dahingehend überarbeitet. NRW ist nicht das einzige Bundesland, welches mittlerweile die Staatsangehörigkeit nennt, vorausgesetzt die Polizei verfügt über gesichterte Informationen.)