Viersener Tanzlehrer soll seit Jahren Tanzschülerinnen sexuell missbraucht haben

Ein 36-jähriger Viersener sitzt seit heute in Untersuchungshaft. Dem Inhaber einer Tanzschule in Viersen wird vorgeworfen, seit Jahren Tanzschülerinnen im Alter zwischen 13 – 18 Jahren sexuell missbraucht zu haben.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Seit heute sitzt ein bis lang unbescholtener, 36-jähriger Tanzlehrer aus Alt-Viersen Süd wegen des Verdachts des mehrfachen und fortgesetzten sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen in Untersuchungshaft – bereits am gestrigen Donnerstag soll er festgenommen worden sein. Polizei und Staatsanwaltschaft informierten in einer gemeinsamen Pressemitteilung darüber, dass die Ermittlungen gegen den Viersener ihren Ausgang nahmen, weil ein von einem Opfer beauftragter Rechtsanwalt Strafanzeige gegen den Mann erstattete. Mit Bekanntwerden befragten Ermittler des Kriminalkommissariats 1 mehrere, ehemalige Tanzschülerinnen und identifizierten dabei weitere Opfer.
Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hat deswegen ein Ermittlungsverfahren gegen den Deutschen wegen Verdachts des, teilweise schweren, Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen und anderen Sexualstraftaten eingeleitet.

„Da nach bisherigem Ermittlungsstand Wiederholungsgefahr besteht, erließ der Haftrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl. Der Beschuldigte befindet sich derweil in Untersuchungshaft“, so die aktuelle Mitteilung. Bekannt sind bislang sechs Mädchen aus dem Kreis Viersen, die Opfer des Mannes wurden. Aktuell stehen weitere Befragungen an, wodurch es möglich ist, dass ich die Zahl der Opfer erhöht. Laut Aussage der Ermittler gibt es bereits konkrete Hinweise auf weitere Opfer.

„Die bislang befragten Mädchen gaben in ihren Vernehmungen an, dass der Tanzlehrer zunächst ein enges Vertrauensverhältnis zu ihnen aufgebaut habe, bevor er sie zu sexuellen Handlungen an sich selbst aufforderte“, heißt es in der Meldung weiter. „In einigen Fällen, so der Vorwurf, habe er auch sexuelle Handlungen an den Mädchen vorgenommen.“ Momentan dauern die Ermittlung an, weshalb weitere Auskünfte von Polizei und Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen und aus Opferschutzgründen nicht erteilt werden. (dt)

Foto: artbykleiton/Pixabay

3 Kommentare

  1. Zunächst gilt einmal die Unschuldsvermutung. Wenn sich der Tatverdacht jedoch erhärtet, oder auch die Schuld in nur einem Fall bestätigt, sollte eine wirklich langjährige Haftstrafe ausgesprochen werden.
    Dabei muss unbedingt berücksichtigt
    werden, dass das Trauma des Missbrauchs bei den Opfern niemals in Vergessenheit geraten wird.

  2. Ich bin schockiert ! Ist das nicht die Tanzschule mit der die Stadt arbeitet und wo die Bürgermeisterin ein und ausgeht ? erst der Tod der kleinen Greta . Haben da nicht Zeugnisse gefehlt ? Und jetzt das ?

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