Viersen: Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner

Zwischen Ompert und Berliner Höhe wurden Raupen des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Der Eichenprozessionsspinner kann die menschliche Gesundheit, aber auch die Vitalität von Eichen schädigen. Bereits seit April kämpft unter anderem der Kreis Viersen gegen die Ausbreitung der Raupen.

Viersen – Bereits Ende April hat der Kreis Viersen mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners begonnen. Dennoch wird nicht jedes Nest der Raupen entdeckt. Der Kontakt mit den kleinen Härchen und ihrem Raupengift, die sich auch durch den Wind verteilen, kann Allergien auslösen und sogar zu lebensgefährlicher Atemnot führen. Der Effekt ähnelt einem Kontakt mit Brennnesseln und erst wenn die Raupe dann zum Falter wird, ist die Gefahr für Mensch und Tier vorbei. Da sich die Raupen von Eichenblättern ernähren, können außerdem Bäume kahlgefressen und damit Schäden am Baumbestand in forstwirtschaftlich genutzten Gebieten verursacht werden.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine in Deutschland heimische Schmetterlingsart. Trotz seines unscheinbaren Erscheinungsbildes hat der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea, abgekürzt EPS) in den vergangenen Jahren zunehmende Bekanntheit erlangt, denn die milden Wintermonate und die nun steigenden Sommertemperaturen sorgen für eine verstärkte Ausbreitung der Raupen. Wer ein Nest findet, sollte es der jeweils zuständigen Behörde melden, damit dort über das weitere Vorgehen entschieden werden kann. 

Bei einem Kontakt empfiehlt sich eine sofortige Dusche ohne über die Haut zu reiben, denn dadurch werden die Härchen in die Haut gerieben, im Anschluss daran wartet ein Besuch beim Hautarzt. Verschrieben werden Kortisonprodukte oder Antihistaminika.

Der Kreis Viersen führt die EPS-Bekämpfung an geeignet trockenen und windstillen Tagen durch. Die Mitarbeiter spritzen den Wirkstoff „Foray ES“ auf die Blätter. Nach der Aufnahme stoppen die Raupen des EPS ihr Wachstum und sterben ab. „Das Spritzmittel weist nach einem Vergleich des Umweltbundesamtes mit anderen Mitteln die geringsten Auswirkungen auf die Umwelt auf“, sagt Christian Böker, stellvertretender Leiter des Amtes für Technischen Umweltschutz und Kreisstraßen. Das Spritzmittel ist umweltfreundlicher, da es nur selektiv wirkt und nicht alle Insekten gleichermaßen bekämpft. Sind die Raupen bereits ausgebildet werden sie häufig abgesaugt oder der Bereich zeitweise gesperrt. (cs)

Foto: Stoeberhai, GNU Free Documentation License, Wikipedia Commons

Ein Kommentar

Kommentare sind geschlossen.