Viersener Grüne fordern 150.000 Euro für bessere Fuß- und Fahrradwege

In einem Antrag zum Haushaltsentwurf der Stadt Viersen hat die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Mittelumschichtung in Höhe von 120.000 Euro für die Instandsetzung vorhandener Fuß- und Fahrradwege beantragt. Zusätzlich 30.000 Euro sollen für die Planung neuer Investitionen in den Ausbau des Viersener Radwegenetzes fließen.

Viersen – Anne Kolanus, Ratsfrau der Viersener Grünen, hat diesen Antrag in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss gestellt und wie folgt begründet: „Der Stadt liegt seit Oktober 2018 ein weitreichender Antrag zur Mobilitätswende vor. Im Oktober 2019 wurde in einem weiteren Antrag ein Radwegenetz für die Stadt Viersen gefordert. Beide Anträge, die mit großer Mehrheit über alle Parteigrenzen hinweg in die zweite Stufe zu Bearbeitung in die Verwaltung gegeben wurden, wurden bis heute seitens der Verwaltung nicht bearbeitet bzw. der Politik nicht wieder vorgelegt, noch nicht einmal mit einem Teilergebnis. Wir wollen nicht noch ein Jahr verstreichen lassen, bevor endlich etwas für besseren Fuß- und Radverkehr in unserer Stadt Viersen passiert. Es muss doch bereits konkrete Vorhaben geben, die wir mit diesem Geld in 2021 umsetzen oder zumindest planen können.“

Bereits im Juli 2020 hat die Grüne Fraktion die Einrichtung von Fahrradstraßen und Fahrradzonen in Viersen gefordert – zwei neue Möglichkeiten für eine bessere Fahrradinfrastruktur, die eine Änderung der Straßenverkehrsordnung im April 2020 möglich gemacht hat. Am 31. August 2020 hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung auch dafür der Verwaltung einen Arbeitsauftrag erteilt. Ein Ergebnis liegt dazu bis heute nicht vor – und es stehen dafür auch keine Mittel im städtischen Haushalt 2021, um das Vorhaben noch in diesem Jahr in Angriff zu nehmen. Kolanus: „Bei allem Verständnis für die Arbeitssituation der Stadtverwaltung wollen wir uns diese Verzögerungstaktik nicht länger bieten lassen. Wir warten nun schon zu lange auf Verbesserungen der Viersener Fuß- und Radwege.“

Foto: Gebhard Bücker

3 Kommentare

  1. Liebe Frau Kolanus, ich habe mich gefreut das Sie sich deren Situation einsetzen. Ich hoffe das die Grünen was bewirken kann, denn selbst die SPD mit den Vorsitzenden im Straßenverkehrsausschuss Heinz Plöckes schafft es nicht mal, das Radwegenetz in Ordnung gebracht wird. Herr Jochen Hänsch SPD versucht das schon 10 Jahre teils vergebens. Von anderen Parteien keine Reaktion. Ob Kreis oder Stadt nur Schilder Aufstellen: Radwegschäden sind wir satt. Der ganze Kreis seit 8 Jahren eine Fülle ohne eine Verantwortlichkeit mit Gefühle. sollten Schilderfirmen dringen Arbeiten benötigen, so sollten die Auftraggeber der Städte sich was lustiges Einfallen lassen, als nur Warnungen die man beheben kann. Denn nur mit Schildern alle paar Meter Deklarieren ist nur eine Teilnahme die uns besagt , dass etwas getan worden ist!

  2. Tja 10 Jahre????? Da wird auch eine Parteihopperin nix mehr dran ändern,vieleicht nur ein Karriereschub. Es gibt nur eine Alternative und das ist eine Protestwahl.Also vieleicht die AFD? Kann auch nicht schlechter sein als die „Verbotspartei“ die Grünen.

  3. Finde ich toll, Frau Kolanus kämpft seit Jahren für das Thema Mobilitätswende und bringt das Thema immer wieder nach vorne. Hoffentlich genehmigt der Stadtrat die Gelder so wie seinerzeit alle freudestrahlend dem Thema zugestimmt haben im Viersener Rat.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.