Viersener Integrationsfest beendete die Interkulturelle Woche 2018

Mehr als 500 Städte und Gemeinden beteiligten sich in diesem Jahr an der Interkulturellen Woche, traten ein für Menschenrechte und Demokratie ganz unter dem Motto „Vielfalt verbindet“. Nach einer Woche vielfältiger Veranstaltungen im Zeichen der Zusammenarbeit über alle Grenzen hinweg lud der Viersener Integrationsrat gestern erneut zum Integrationsfest ein.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Viersen – Die Eröffnung durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Integrationsrates wurde mit viel Beifall begleitet. „Wir sind heute hier zusammen gekommen um friedlich miteinander zu feiern“, so Sakis Tsivalidis. „Jeder von uns ist ein Teil für eine gemeinsame, friedliche Gesellschaft. Das interkulturelle Fest führt uns deutlich vor Augen, wie sehr das Zusammenleben von Menschen aus der ganzen Welt uns reicher macht. Das ist ein ganz besonders hohes Gut, auf das wir stolz sein können. Es liegt viel Reichtum in der Vielfalt und wir möchten heute hier zeigen, wie vielfältig Viersen ist.“

Bald bildeten sich nach der Eröffnung erste Gruppen, fanden zum Dialog zusammen, während die unterschiedlichen Teilnehmer ihre Angebote an den verschiedenen Ständen präsentierten und das Programm startete. Bunt gemischt – so, wie es sich der Integrationsrat gewünscht hatte, ertönten die Stimmen des Integrationsvereins für Russlanddeutsche Viersen und Umgebung e. V. im Chor bevor es ruhiger wurde mit einem Vortrag durch Anduena Stephan mit dem Thema „Albanische Diaspora in NRW – Integration in vierter Generation“. Währenddessen luden die Vereine zu einem kulinarischen Kennenlernen aus italienischen, türkischen, tschetschenischen oder griechischen Spezialitäten ein.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Zu Gast ebenfalls die Kreismusikschule Viersen und eine spanische Tanzgruppe mit Flamencoklängen die von einer tamilischen und tschetschenischen Tanzgruppe abgelöst wurden. Danach zur Abwechslung erneut ein Vortrag, der SKM Kempen & Viersen berichtete über die Arbeit im Flüchtlingsbereich am Niederrhein. Wieder wechselte das Programm zur Musik und zu dem Minikonzert „Vielfalt Klassik“ bevor die griechische Tanzgruppe nicht nur ihre traditionellen Tänze vorführte, sondern auch zum Mittanzen einlud.
Schnell drehte sich die Menschenreihe ineinander wie eine Schnecke zu den Klängen des Sirtaki. Die Klänge erinnerten viele an den letzten Urlaub, ließen Erinnerungen an Griechenland aufleben – schließlich tanzte die Gruppe „Meraki“, die sich in den 80er Jahren gegründet hat und sich aktuell jeden Sonntag um 15.00 Uhr zum gemeinsamen Tanz und Training im Dülkener Alo trifft.

Den Abschluss boten in diesem Jahr die Kleinen Sternchen, die bei der SG Dülken ein Zuhause gefunden haben und rundeten das Integrationsfest ab, während die Besucher noch an den Ständen verweilten, den Nachmittag bei Gesprächen ausklingen ließen und bewiesen: Vielfalt verbindet. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming