Viersener Kurve: Unendliche Geschichte mit offenem Ende

Sie ist bereits seit Jahren das Schreckgespenst vieler Anwohner der Stadt Viersen – die Viersener Kurve. Während es schien, dass sie in der Vergangenheit vom Tisch der Planer gewesen wäre, tauchte sie bereits im vergangenen Jahr wieder auf. Seitdem kämpft die CDU Viersen erneut engagiert für die Bürger, den Erhalt der Lebensqualität und gegen die Planungen sowie fehlenden Lärmschutz – verweist zudem auf das ihrer Meinung aktuell nicht ausreichende Vorgehen der Stadtverwaltung. 

Foto: Dan Williams

Viersen – Es wäre die direkte Schienenverbindung zwischen Ruhrgebiet und den Häfen in Belgien und Niederlanden, direkt durch Viersen mit einer starken Erhöhung der Trassenauslastung, ständig geschlossenen Bahnübergängen, mehr Gefahrengütern. Eine direkte Verbindung, die zu wesentlich mehr Lärm in Boisheim, Dülken, Viersen und vor allen Dingen im Rahser führen würde.

Die Planungen zur Viersener Verbindungskurve sind fast älter als die Zeit, jedoch ist sie nun wieder aktuell. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte die CDU Viersen das für die Lebensqualität der Viersener Bürger so wichtige Thema erneut aufgegriffen, nun soll stellt die CDU den Antrag zur Gründung eines Sonderausschusses. Ein Ausschuss der den anderen Ausschüssen gleichgestellt ist, denn die CDU hat nach ihren Einbringungen im letzten Jahr den Eindruck gewonnen, dass dieses Thema bei der Stadtverwaltung eher stiefmütterlich behandelt wird.

Für die Christdemokraten ist die Position klar: die Viersener Kurve in ihrer bekannten Form lehnen sie entschieden ab und werden sie mit allen unseren Möglichkeiten bekämpfen. „Sie ist eine Katastrophe für den Nordteil unserer Stadt“, so der CDU Parteivorsitzende Sebastian Achten und der CDU Fraktionsvorsitzende Stephan Sillekens.

Dabei drängt die Zeit, denn im Februar haben sich die Ministerpräsidenten in Belgien getroffen um die gemeinsamen Planungen zum Eisernen Rhein über Roermond, Venlo und Viersen voranzutreiben. Planungen über die die Stadtverwaltung die Ratsmitglieder nicht informiert hat. Der geplante Sonderausschuss soll deshalb nicht nur die Bedarfe und Interessen der Viersener bei Land sowie Bund klar herausstellen, auch Ausweichstrecken sollen erarbeitet werden. Denn, da sei man sich sicher, werde von hier aus jetzt keine Stimme erhoben, dann wird aus dem Schreckgespenst Wirklichkeit und dann hat Viersen in vielerlei Hinsicht das Nachsehen. (dt)