Viersener Note: Dauerregen, große Lücken und Highlights

Obwohl von einem Regenschirm geschützt – wanderten die Besucher am Sonntag von der unteren Hauptstraße aus bis zum Remigiusplatz waren sie bis auf die Knochen nass. Trotzdem, wer den Weg wagte fand einiges zum Stöbern und Genießen.

Foto: Rheinischer Spiegel

Viersen – Während die Ev. Kirche Viersen ihr Gemeindefest kurzerhand fast vollständig in die Kreuzkirche verlegt hatte zog es Kinder und Eltern im Dauerregen zur Bühne auf dem Sparkassenvorplatz. Pünktlich zur Mittagszeit wurde hier Volker Rosin erwartet, der im Anschluss an sein Live-Konzert zudem noch für eine Autogrammstunde zur Verfügung stand, während sich vor der Bühne Schirm an Schirm reihten. Den begeisterten Kindern auf der Bühne machte der Regen nichts aus, auch wenn es für einige danach erst einmal auf die warme Couch ging.

In direkter Nachbarschaft wurde es dagegen modern-traditionell, der Duft frischer Maische – leicht süßlich und vielen bekannt – zog an den Besuchern vorbei. Das junge Viersener Unternehmen „Bier und Kultur“ mit Florian Ackens und Jan Eccher gab einen ersten geschmacklichen Eindruck in die neue Bierpalette „Lohbusch-Bräu“, die von den Bierbraumeistern neu aufgelegt wird. Das Alt-Bier, noch nicht gefiltert, aber dennoch ein Genuss für die Geschmacksknospen steht bereits in den Startlöchern, doch ein wenig werden sich die Viersener Bier-Liebhaber noch gedulden müssen. Wer den Weg zum Remigiusplatz einschlug, dem fielen schnell die großen Lücken ins Auge. Viele Aussteller hatten gar nicht erst aufgebaut, andere bauten zur Mittagszeit bereits wieder ab. Der Dauerregen machte vielen Ständen zu schaffen.

Foto: Rheinischer Spiegel
Foto: Rheinischer Spiegel

Eine Pause zur Honigprobe lohnte sich jedoch und auch bei Plattenjockey Volkmar Hess verweilten die Besucher gerne. Der bekannte Pianist Jörg Hegemann haute gekonnt in die Tasten und in der Plattensammlung des Dülkener Gastgebers fand sich auch Gene Kelly „I’m singing in the rain“, bei dessen Gesang der eine oder andere Schirm zu tanzen begann. Wer dann sowieso durchnässt war, der bewies seinen Mut bei X-Pad und dem angebotenen Kistenklettern an der Platane, die die Innenstadt überschattet – und wer eher etwas Trockenes suchte, der genoss einen Wein auf der Bahnhofstraße bei der Aktion der Gruppe „Ein Viertel – Viersen Süd“ oder gönnte sich das Live-Konzert der Band Fine in den Betten-Baues-Räumen an der Hauptstraße am Nachmittag. (nb)