Viersener Verwaltung schlägt Anschaffung einer Panzerblitze vor

Wenn der Ordnungs- und Straßenverkehrsausschuss am 13. April ab 18:30 Uhr in der Viersener Festhalle Viersen zusammenkommt, wird er in seiner Tagesordnung über die Anschaffung einer Semi-Station mit zwei Messeinrichtungen zur Geschwindigkeitsüberwachung entscheiden. Die Verwaltung  schlägt die Anschaffung vor. 

Viersen – Die SPD-Fraktion stellte bereits im Mai vergangenen Jahres den Antrag zur Installation einer Blitzsäule mit Lasermesstechnik an geeigneter Stelle auf der Nettetaler Straße in Viersen-Boisheim. In der Sitzung des Ordnungs- und Straßenverkehrsausschusses wurde anregt, die Anschaffung bzw. den Einsatz einer sogenannten „Panzerblitze“, einer gepanzerte mobile Messeinheit, die vandalismusresistent ist, zu prüfen, die dann nicht nur stundenweise an einem Standort eingesetzt werden könnte.

Bereits im Jahr 1996 wurde in Viersen das erste Messfahrzeug zur Überwachung des fließenden Verkehrs angeschafft. Seitdem findet eine regelmäßige Überwachung im gesamten Stadtgebiet statt. Erfahrungsgemäß ist es jedoch nicht immer möglich, den Radarwagen über einen längeren Zeitraum an einer festen Stelle im Stadtgebiet zu positionieren. Oftmals ist dies aufgrund der baulichen Gestaltung einer Straße, einer dichten Wohnbebauung, vielen ansässigen Geschäften und dem damit verbundenen relativ hohen Parkdruck – selbst beim Einsatz besonderer Messtechnik, die Kamera wird auf ein Stativ außerhalb des Wagens aufgebaut, mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Die Zuständigkeit zur Installation von festen Anlagen zur Geschwindigkeitsüberwachung liegt beim Kreis Viersen.

Um möglichst viele Anforderungen, die technisch und rechtlich möglich sind, zur Überwachung des fließenden Verkehrs sicherstellen zu können, befürwortet auch die Verwaltung nicht die Installation einzelner fester Anlagen, sondern die Anschaffung und den Betrieb einer semi-stationären Messeinrichtung mit neuester Technik. Dabei sollte auch weiterhin auf das bereits im Einsatz befindliche Messsystem zurückgegriffen werden, da Messsysteme eines anderen Herstellers keine Kompatibilität mit den bereits vorhandenen Messsystemen aufweisen. Die nach der Anschaffung vorhandenen Kameras können sowohl in der Semi-Station wie auch im Radarwagen des Herstellertyps eingesetzt und bedarfsorientiert genutzt werden.

Beim semi-stationären Messsystem handelt es sich um einen transportablen Anhänger, der durch ein Fahrzeug mit Anhängerkupplung an den bereits vorhandenen oder neu eingerichteten Messstellen im Stadtgebiet aufgestellt werden kann. Der Anhänger kann mit zwei Kamerasystemen bestückt werden, so dass in beiden Fahrtrichtungen Geschwindigkeitsverstöße feststellt werden können. Der Anhänger verbleibt immer unbeaufsichtigt am jeweiligen Standort.

Die Investitionskosten für eine Semi-Stationäre Anlage in Form eines Anhängers inklusive zwei Kamerasystemen belaufen sich auf ca. 250.000 € für die „Panzerblitze“ und ca. 3.000 € für den Anbau von Anhängerkupplungen an zwei vorhandene Fahrzeuge. Ob über das vorhandene Personal zur Bearbeitung von Fotos oder für die Bearbeitung von Buß- und Verwarngeldverfahren hinaus weiteres Personal benötigt wird, kann angesichts der ungewissen Fallzahlenentwicklung derzeit nicht abschließend bewertet werden. Daher soll hierfür zunächst einmal die Entwicklung beobachtet und – sofern tatsächlich erforderlich – zu einem späteren Zeitpunkt zusätzliches Personal eingesetzt werden. Der Transport, der Aufbau und der Einsatz der Semi-Station im gesamten Stadtgebiet von Viersen wird durch ausgebildete Kräfte des Kommunalen Ordnungsdienstes vorgenommen. Durch die erforderliche regelmäßige Kontrolle des jeweiligen Standortes erhöht sich der Aufgabenbereich des KOV.

Die mit den vorgesehenen Maßnahmen verbundenen Einnahmeveränderungen sind aufgrund der ungewissen Fallzahlenentwicklung schwer zu kalkulieren. Es ist davon auszugehen, dass bei einer durchschnittlichen Einnahme von 15,00 € je verwertbaren Geschwindigkeitsverstoß zusätzliche Mehreinnahmen von ca. 250.000 € erzielt werden können und die Anschaffungskosten von ca. 253.000 € gedeckt sind. Hierzu ist verwaltungsintern eine Vergleichsrechnung durchgeführt worden (Kauf vs. Miete), bei der ein Kauf ab einem angenommenen Einsatzzeitraum von mehr als 3 Jahren sinnvoller ist.

Quelle: Stadt Viersen – Der Ausschuss für Ordnung und Straßenverkehr der Stadt Viersen tritt am Dienstag, 13. April 2021, in der Festhalle am Hermann-Hülser-Platz 1, zusammen. Der öffentliche Teil beginnt um 18:30 Uhr. Aufgrund aktueller Entwicklungen während der Corona-Pandemie ist eine kurzfristige Absage möglich.

3 Kommentare

  1. Wie wäre es, wenn die Verantwortlichen zuerst einmal durch das Stadtgebiet fahren um sich DEN Straßenzustand anzusehen. Teilweise erinnert mich das an den Osten, kurz nach Grenzöffnung. Mit welchem „planerischen Können“ hier teilweise die Straßen erneuert werden, spottet jeglicher Beschreibung. Ein Beispiel :Die Straße an der Polhütte in Dülken, übergehend in die Straße Stadtgarten, ist vor einigen Wochen kpl. neu geteert worden. Soweit ich mich erinnern kann, ist das eine Anliegerstraße. Warum wird so eine Straße neu gemacht, obwohl es im Stadtgebiet so viele „Öffentlich befahrbar“ Straßen gibt, wo bei der überfahrt die Plomben aus den Zähnen fallen.Ich möchte nicht wissen, wer dort hinten wohnt und darauf gedrängt hat, diese ach so wichtige Straße zu erneuern, wahrscheinlich jemand mit großem Einfluss. Aber wichtig scheint die Anschaffung einer 250t€ Blitze zu sein, hoffentlich wird mit dem eingespielten Geld dann auch mal eine öffentliche Straße erneuert.

  2. Alleine so eine Panzerblitze sich zuzulegen ist Absurd, es gibt viele Möglichkeiten um die Geschwindigkeiten zu Reduzieren, aber das kann man von Senioren im Greisenalter nicht mehr erwarten denn das diese Panzerblitze wieder von der SPD kommt ist ja selbstverständlich und auch zu verstehen, denn vor 20 Jahren
    hat Herr Plöckes auf der Dammstraße im Kindergarten wo eine Sitzung Einberufen wurde mit Anwohnern, das die Spielstraße Saarstraße nicht soviel Verkehr mehr kommt, es wird weniger und das sagte er mit einer Überzeugung, da ist jeder Umgefallen und war für Minuten Überzeugt Dank SPD. Es ist bei Ihm ja auch in dem Alter nicht ganz Falsch das der Verkehr in Zukunft abnimmt.
    Heute ist seit 15 Jahre Festzustellen das ersten das Anliegerschild wieder Aufgestellt werden müsste was bei Erneuerung der Straße 2003 verschwunden war. Zweitens müsste Parkverbot sein an einer Ausfahrt und gegenüberliegend. Drittens müsste Hindernisse auf der Fahrbahn Angebracht werden, um die Geschwindigkeiten zu mindern andere Stellen haben das. Und dann auf der Doergenstraße auf der Ecke Autos stehen und die Sicherheit zu Gefährden ist wohl Maßlos und Unverschämt die Polizei Fährt vorbei und keiner sagt was. Tun möchte auch keiner was. Die regelmäßige Überwachung im Stadtgebiet ist wie Sie Erörtern, ganz klar und Deutlich! Es ist nicht immer gegeben an verschiedenen Stellen den Radarwagen zu Positionieren aber auch nicht Lobenswert. Hier spielt Geld eine Rolle ,denn wenn ein Radarwagen auf der Waldnielerstraße steht 10 Meter hinter dem Ortsschild oder entgegengesetzt, und 10 vor dem Ortsschild bekomme ich bei einer vielbefahrende Straße viel Geld, das gleiche auf den Armenerweg wo nach der Fußgängerampel keine Gefährdung mehr gegeben ist, da steht der Radarwagen wie ein Spion in deren Hecke und sehr viele fallen drauf rein. Das ist Wichtiger als wo Gefährdungen sind. Die Anwohner sind oft in Sturm zum Ordnungsamt, Bürgermeisteramt und Polizei und überall sind sie vertröstet worden. Jetzt haben wir wieder neue Kinder und das die Eltern gerne Sicherheit haben möchte “ Ingnoriert “ der Straßenverkehrsausschuss und die Zuständigen die in der Verantwortung stehen.
    Hier sind viele Krankenstühle die teils nur mit den Händen langsam und Unsicher die Straße rauf und runter Fahren und dann zurück ins Alten oder Pflegeheim die den Weg ständig auf und abfahren, gleich in allen Spielvariationen Skater, Tretautos mit Anhänger Rollschuhe Und vieles mehr, die es gibt. Auch als Schulweg voll mit Kinder und das ohne Verantwortung der Politik.
    Auch warum bekommt der eine eine Anzeige und der Andere nicht? Es gibt in Viersen nicht der Gleichheitsgrundsatz.
    Man bedenke es ist eine Wohnsiedlung für Familien und hier wird dieses den Anwohnern nicht mit Sicherheit gegeben.
    Täglich Raser mit 70 bis 80 Stundenkilometer. Motorradfahrer wie Irre.
    Sagt der eine oder andere was werden die Frech und Brausen mit noch höhere Geschwindigkeit davon.
    Stellt doch hier 2 Panzerblitze hin und was spricht dagegen?

  3. Verletzte und Tote im Straßenverkehr = so wenige, wie nie zuvor. Stadt gerade aus der Haushaltssicherung entlassen! SCHULEN , Straßen usw. marode und sanierungsbedürftig. Usw. Usw.
    Aber 250tsd. € für eine Panzerblitze ausgeben wollen. Der Gaga Gedanke dabei: die finanzieren uns dann die Raser. Natürlich nicht die !!! wirklichen Rowdies, nein, auch der einfache Raser,welcher also mal ein paar km/h schneller ist,als die Bürokraten so vorgeben. Abkassieren zum Wohle der Stadtkasse. Mehr nicht.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.