34-Jähriger aus Viersen wegen versuchten Mordes angeklagt

Versuchter Mord in Tateinheit mit Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und versuchte schwere Brandstiftung in Tatmehrheit mit Betrug wird einem 34-jährigen aus Viersen vorgeworfen. Ende April beginnt die Verhandlung am Landgericht Mönchengladbach zu dem Vorfall, der sich bereits im Juni 2014 ereignet hat.

Viersen – Im Juni 2014 zur Mittagszeit habe der Angeklagte in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Viersen an seinem Küchenradio angebrachte Papierstücke entzündet. Nach dem Entzünden des Papieres habe der Angeklagte die Wohnung verlassen. Zudem habe er eine Kartusche mit Feuerzeugflüssiggas neben dem Radio platziert, welche durch das entstandene Feuer detoniert sei.

Zur Tatzeit hätten sich in den neben und unter der Wohnung des Angeklagten gelegenen Wohnungen insgesamt drei Personen befunden. Eine dieser Personen habe die Detonation des Feuerzeugflüssiggases gehört und die Feuerwehr alarmiert, welche den Brand löschen konnte, bevor er wesentliche Teile der Wohnung erfassen konnte.

Den in seiner Wohnung entstandenen Sachschaden habe der Angeklagte seiner Hausratversicherung gemeldet und als Unfall dargestellt. Den Versicherungsvertrag habe er ca. zwei Monate vor der Legung des Brandes abgeschlossen. Den Schaden habe der Angeklagte auf 25.000,00 EUR beziffert. Die Hausratversicherung habe schließlich 8.300,00 EUR an den Angeklagten ausgezahlt.

Quelle: Landgericht Mönchengladbach