Viersenerin Anne Daniels zur Vorsitzenden der NRW-Arbeitsgemeinschaft „Frauen in der CDA“ gewählt

Zur neuen Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft „Frauen in der CDA“ im Landesverband wurde erstmals eine Viersenerin gewählt. Anne Daniels ist vielen hier vor Ort als engagiertes Ratsmitglied bekannt, welches sich nicht nur aus beruflicher Sicht leidenschaftlich für die Zukunft begleiteter Jugendlicher einsetzt, sondern ebenfalls für die Gleichbehandlung der Menschen, die am Rande der Gesellschaft häufig kein Gehör finden.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – CDU-Ratsmitglied, Viersener CDA-Kreisvorsitzende und CDA-Landes- und Bundesvorstandsmitglied Anne Daniels ist neue Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Frauen in der CDA“ innerhalb der CDA-NRW und folgt damit Daniela Arndt, die nicht erneut für das Amt kandidierte, jedoch als Beisitzerin im neuen Vorstand weiter mitarbeitet. Grund genug um einmal nachzufragen, wo sie ihre Aufgaben und Ziele sieht, denn die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ist der Sozialflügel der CDU – die Mitglieder engagieren sich vor allem in der Sozial- und Gesellschaftspolitik.

Die Verbindung zwischen politischem Engagement und beruflicher Leidenschaft wird schnell sichtbar. Anne Daniels (37) wohnt in Süchteln und arbeitet in Mönchengladbach bei einem Bildungsträger der Kreishandwerkerschaft. Hier betreut sie zurzeit benachteiligte Jugendliche mit Förderbedarf in der vereinfachten Ausbildung. Hierbei handelt es sich um Jugendliche, die von Förderschulen aus in diese Maßnahme gerutscht sind und erstmals in ihrem beruflichen Leben durchstarten. Daniels begleitet diese jungen Heranwachsenden, die mit vielfältigen Rucksäckchen, darunter Vorverurteilung oder gescheiterte Schulkarrieren, zu kämpfen haben – hilft sie in ihrer Ausbildung zu stabilisieren. Innerhalb dieser Maßnahme ist die Viersenerin nicht nur auf dem Papier die Ausbilderin, sie begleitet die Jugendlichen auch aktiv innerhalb der Kooperationsbetriebe. „Es sind besondere Kinder und bin jeden Tag für diese jungen Menschen da“, so Daniels. „Mir bedeutet meine Arbeit viel, denn ich glaube fest daran, dass diese jungen Menschen ihren Platz beruflich und innerhalb der Gesellschaft verdient haben. Mein Beruf und die CDA passen auch in ihren Zielen hervorragend zusammen, weshalb ich mich auch in der CDA mit viel Engagement einbringe.“

Foto: Rheinischer Spiegel

Seit 2014 ist Anne Daniels Mitglied im Viersener Stadtrat, einen Posten allerdings, den sie im kommenden Jahr gerne gegen einen Sitz aus Kreisebene tauschen möchte. Von doppelten Posten hält sie nicht viel, denn die Politikerin will ihre Tätigkeiten mit voller Kraft erfüllen können. Im Bundesvorstand der CDA ist sie seit vier Jahren, im Landesvorstand bereits seit acht Jahren aktiv. Nun, als Vorsitzende des Arbeitskreises „Frauen in der CDA“ geht es ihr um konkrete Themen, wie die Steuerproblematik, Minijob oder Altersarmut. „Wir haben aber auch direkt Frauenthemen, wie Krankheiten, die nur Frauen betreffen“, erklärt Anne Daniels und verweist zudem auf die Themen Kinder und Kitaplätze oder die Aufwertung von Berufen, in denen die Frauen eher in der Überzahl sind. „Ich freue mich auf die nächsten vier Jahren und auf die Themen, die uns beschäftigen werden“, lächelt sie und kann direkt über zwei ihrer Herzensthemen berichten.

„Wichtig ist mir die Problematik rund um sozialbenachteiligte Jugendliche. Wir müssen den Blick lenken auf diese Jugendlichen, dürfen sie nicht vergessen, denn die brauchen unsere Hilfe. Meist haben sie keine eigene Stimme. Ich bin bereit ihnen meine Stimme zu geben und auf den verschiedenen Ebenen für sie zu kämpfen. Wenn wir den Kindern und Jugendlichen keine Chance geben, dann müssen wir alle für sie zahlen. Diese Wahrheit müssen wir sehen, denn es sind zwei Seiten einer Medaille. Die Kinder haben eine Chance verdient, eine realistische Berufschance. Dadurch, dass sie nach der Schule dann zudem nicht automatisch von Transferleistungen abhängig sind, werden auch die Steuerzahler entlastet.“

Ein weiteres wichtiges Thema sieht Anne Daniels in der Berufsbildung – hier insbesondere in der Aus- und Weiterbildung „Ich selbst habe eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskauffrau gemacht, bevor ich studiert habe. Die duale Ausbildung stärken liegt mir deshalb am Herzen und möchte zudem den Mix in der Ausbildung stärken.“ Sie freut sich in diesem Zusammenhang, dass ihr Vorgängerin im Amt, Daniela Arndt, als Beisitzerin erhalten bleibt. So könnten die gemeinsamen Fachkenntnisse Themen auch so in die Welt tragen, dass sie richtigen Zielgruppen erreichen. Sie hofft deshalb, dass sich Frauen zudem direkt an sie wenden, denn der direkte Kontakt, das direkte Gespräch möchte Anne Daniels auch als neu gewählte Vorsitzende fortführen – ganz im Sinne der Grundwerte der CDA „Subsidiarität“, „Solidarität“ und „Gerechtigkeit“. (nb)

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