Vogtgeding XIII. des Bürgervereins Geistenbeck – (Müll) Ehen vor Gericht

Trotz aller bangen Blicke auf die Wetterprognose: nahezu pünktlich zum Beginn des Vogtgedings kam der Regen. Toll, dass trotzdem so viele Zuschauer da waren. Ein Gebet von Pfarrer Johannes van der Vorst hat dann aber die Veranstaltung gerettet.

Mönchengladbach – Den Einzug der Protagonisten begleitete wieder die Burggrafengarde von Ruet-Wiss-Okerke, unter der Leitung von Wilfried Günter und standen auch als „Deko“ während der gesamten Vorstellung links und rechts vor der Bühne.

Vogtesse Ulrike Althoff

Geleitet wurde das Vogtgeding in diesem Jahr charmant/witzig von Vogtesse Ulrike Althoff unterstützt vom Großinquisitor Rainer Althoff. Der Grund: Vogt Egon „der-nahe-zu-immer-gerechte“ Krieger weilte im Urlaub. Böse Zungen behaupteten, der Vogt wäre zu den Wilden nach Aserbeidschan verbannt worden.
Drehbuchautor Michael „der Schwatte Michel“ Schmitz machte aus der Not eine Tugend und schickte Vogt Egon aus Gründen der Frauenquote kurzfristig in die Verbannung. Er selber entging diesem Schicksal nur durch die Ausrede, dass ja 50% seiner Eltern auch Frauen waren.

Auch im nächsten Fall war der Schwatte Michel im wahrsten Sinne des Wortes ein Schwergewicht: Waldemar BauerSuchtFrau (Reimond Fox) hatte ihm beim letzten Vogtgeding Geld geliehen, soviel wie er auf die Waage brachte. Nun sollte gewogen und zurückgezahlt werden. Pech für Waldemar BauerGucktSportschau: Der Schwatte Michel hatte seitdem mächtig abgespeckt. Bezahlen – so die Vogtesse – muss die Differenz nun der windige Finanzberater H.B. Gier vom Finanzhaus Gebrüder Lehmann; dargestellt von Eberhard Werminghoff.

 

 

Müll bestimmte den Rest der Verhandlungen. Da waren Bruder Thomas „der Reine“ Reichert und Schwester Sonja „Innocentia“ Reichert, die – frisch verheiratet – sich scheiden lassen wollten. Aber nicht voneinander, sondern ihre Müllehe von Daniel „dem Neuen“ Oellers, weil dieser fremdgemüllt hatte mit der schönen Witwe Bolte und ihren Mülltüten.

 

 

Als Schwarzmarkthändlerin in Sachen „Gelbe Säcke“ konnte man Barbara Gersmann erleben, die – in flagranti mit dem Schwatten Michel ertappt – sich standhaft weigerte, den Chef der „Gelbe-Säcke-Mafia“, den Paten von Geistenbeck, Rolf Wateler zu verpfeifen. Trotz der Mithilfe durch Bütteline Ellen Elstner, Notarius Jochen Roeske und Beisitzer Johann Krist musste Vogtesse Ulrike dies aufs nächste Vogtgeding 2020 vertagen.

Beendet wurde das Vogtgeding mit den neuesten Nachrichten aus Geistenbeck, verlesen durch Doris Jansen. Mit Speis und Trank wurden die Zuschauer versorgt durch die Schützenschwestern und -brüder der St. Josefs Schützenbruderschaft, die vor dem Vogtgeding ihren Zunftbaum gesetzt und damit wohl eine Wolke geöffnet hatten.

Die Protagonisten des 13. Vogtgeding:
Hinten: Johann, der Christliche: Johann Krist, Bütteline: Ellen Elstner, Vogtesse: Ulrike Althoff, Notarius: Joachim Roeske, Der Pate: Rolf Wateler, ein Schlemihl: Barbara Gersmann, JanHofer des Mittelalters: Doris Jansen,
Vorne: Waldemar, BauerSuchtFrau: Reimond Fox, Bruder Thomas, der Reine: Thomas Reichert, Daniel, der Neue: Daniel Oellers, Schwester Innocentia, die NochReinere: Sonja Reichert, Großbauer: Hartmut Nix, Schwatte Michel: Michael Schmitz, Finanzberater: Eberhard Werminghoff, Großinquisitor: Rainer Althoff, Marketenderin: Lara Lücken.