Von Rhodos aus an den Niederrhein: Tierschutz über Grenzen hinweg

Der Urlaub am goldgelben Strand und dem tiefblauen Wasser lässt in der Erinnerung schnell vergessen, dass sich auch Schattenseiten auf der griechischen Insel Rhodos verbergen, die jedem Tierliebhaber das Herz zerbrechen lassen. Hier ist die Viersenerin Rita Baehren seit rund 10 Jahren aktiv und hat auf ihrer Rückreise Mitte November drei Hunde im Gepäck, die durch die Hilfe des Rheinischen Spiegels in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden konnten.

Der 2-3 Jahre alte Rüde Richie hat schon seine Koffer gepackt.
Foto: privat

Viersen/Rhodos – Wildlebende Tiere, ohne Kastration, häufig krank – das ist das Bild weltweit, sieht man in die dunklen Ecken, die leeren Müllcontainer oder verfallende Gebäude. Auch in Deutschland erfolgt das Umdenken nur langsam, in Viersen kämpfen Tierschützer täglich mit der ständig wachsenden Katzenpopulation. Eine Situation, der man hier kaum Herr wird und eine Situation, die beispielsweise auf der Insel Rhodos ein Loch ohne Boden ist.

Hunde und Katzen genießen auf Rhodos kein gemütliches Inselleben, kaum jemand hilft den kranken Tieren oder zahlt für eine Kastration. Die Tiere vermehren sich dadurch mehrfach im Jahr, werden ausgesetzt, ungeliebt, ernähren sich von Müll. Besonders wenn die Touristen die Insel verlassen haben ändert sich das Bild. Tierschützer und Tierschutzvereine berichten von Vernichtungsaktionen durch Vergiften, Erschießen oder verhungern lassen. Hier versucht die Viersener Tierschützerin Rita Baehren mit einer Tierschutzgruppe den Tieren zu helfen, fliegt mehrfach im Jahr nach Rhodos. Sie kam als Urlauberin, hat hier mittlerweile ein klares Ziel – den Schutz der Tiere.

Auch zurzeit ist sie vor Ort, hilft bei einer Katzenfangaktion des Vereins „Flying Cats e. V.“ (www.flying-cats.de) und bringt drei Hunde mit auf ihrer Rückreise, die durch die Unterstützung des Rheinischen Spiegels und der Unternehmerin Iris Kater am Niederrhein ein Zuhause gefunden haben.
Richie, Rexie und Rocky werden Mitte November mit nach Deutschland fliegen und ein neues Leben beginnen. Für Rita Baehren ein großer Erfolg, doch noch viele Tiere warten – sei es nun auf Rhodos oder in Viersen. (cs)

In den vergangenen Tagen haben Tierschützer auf Rhodos erneut eine Katzenfangaktion gestartet.
Foto: privat

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