Vorsicht Datum – Polizei und Verbraucherschützer weisen auf mögliche Betrugsmache hin

Mit der neuen Jahreszahl 2020 ergibt sich eine neue Möglichkeit für Betrüger, weshalb Polizei und Verbraucherzentrale raten das Datum nicht mehr nur mit den meist üblichen letzten zwei Stellen abzukürzen.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Ratgeber – Das Jahr 2020 macht eine neue Betrugsmasche möglich, denn wie schnell entsteht aus dem 24.01.20 ein völlig neues Datum, welches durchaus 2019, 2018 … lauten kann. Die abgekürzte Schreibweise schafft ein Schlupfloch für Betrüger, weshalb nicht nur die Polizei Brandenburg und die Verbraucherzentrale eindringlich vor der lieb gewonnenen Abkürzung warnen.
„Auch wir bitten Sie deshalb beim Unterschreiben von Dokumenten oder Verträgen unbedingt die Jahreszahl 2020 komplett auszuschreiben, so die Polizei Brandenburg auf ihrer Seite. „Das Datum 10.01.20 kann also schnell zum „10.01.2019“ oder „10.01.2021“ verändert werden. So kann versucht werden zusätzliche Einnahmen zu generieren. Der Nachweis einer Fälschung bei Originalunterschrift ist dann schwer nachzuweisen.“

Eine Umdatierung kann bei Kaufverträgen mit Ratenzahlungen oder bei Mietverträgen schnell zu einem großen finanziellen Schaden führen. Ebenfalls bei Kündigungen, Widersprüchen und überhaupt bei Geschäftsabschlüssen mit Fristen ist eine Umdatierung kritisch, kann sogar dazu führen, dass Garantien plötzlich abgelaufen sind.
Die ersten Hinweise hierzu kamen zunächst von einer US-Verbraucherschutzorganisation und auch wenn bisher hierzulande kein solcher Fall bekannt wurde, spätestens jetzt wissen Betrüger wie es geht, schließlich sind rund 15 Prozent der deutschen Straftaten Betrugsfälle, die nicht selten existenzbedrohend verliefen. (dt)