Vorsicht Marder! Ein Beißer treibt sein Unwesen in Viersen-Ummer

Marder verursachen jährlich einen Schaden von rund 60 Millionen Euro an Kraftfahrzeugen. Mehr als 200.000 Fälle werden bundesweit gemeldet – Tendenz steigend, denn aktuell ist ein fleißiger Beißer in Viersen-Ummer unterwegs. 
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Im Ummer scheinen die Zündkabel und Kühlwasserschläuche besonders interessant zu sein, denn mit dem beginnenden Sommer sind nicht nur die Marder-Jungtiere auf Suche nach allem was interessant ist, mit der beginnenden neuen Paarungszeit der Marder sind die Mardermännchen zudem besonders aggressiv. Die ersten Autos fielen ihnen bereits zum Opfer, sie werden nicht die alleine bleiben, denn die Marderschäden an Fahrzeugen häufen sich besonders in dieser Jahreszeit.

Meist betroffen sind Zündkabel, Kühlwasserschläuche, Stromleitungen, Manschetten an Lenkung und Antriebswellen. Dabei war der Marder Anfang der 50er Jahre in Deutschland fast ausgerottet. Ihre Felle waren begehrt, doch mittlerweile ist der Bestand wieder angewachsen, ihre Scheu vor Wohngebieten haben sie lange verloren. Gerade parkende Autos werden in ihren Lebensraum leidenschaftlich gerne mit einbezogen, wobei der Motorraum zum Spielraum wird. So beißen sie in Kabel und Schläuche um sich Platz zu schaffen, um ihr Revier gegenüber Artgenossen zu markieren oder einfach nur aus Spieltrieb heraus.

Foto: Pixabay.de

Die Paarungszeit der Marder beginnt Ende Juni, weshalb ab Mai die Revierkämpfe ihren Höhepunkt erreichen und Mardermännchen besonders aggressiv sind. Erst im darauffolgenden Frühling werden die Jungen geboren, die im Frühsommer von ihren Muttertieren mit auf Streifzüge genommen werden. Was interessant scheint, wird in den Mund genommen und angeknabbert.

Laut ADAC ist dann eine Motorwäsche empfehlenswert, diese wäscht die Duftstoffe ab, denn auf Duftspuren von Rivalen reagieren Mardermännchen besonders gerne mit Beiß-Attacken. Spätestens, wenn in der Nähe einen Marderschaden gegeben hat, sollte der Motorraum über einfachem Kaninchendraht geparkt werden.

Im Kreis Viersen gibt es für Vorkommnisse mit Mardern sogenannte Marderbeauftragte, die über die Kreisjägerschaft erreichbar sind (http://www.kjsviersen.de/marder-haus-auto.php). Mit Fallen wird dann zunächst versucht das Tier einzufangen oder zu vergrämen. (dt)


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