Vorsicht Marder! Ein Beißer treibt sein Unwesen

Marder verursachen jährlich einen Schaden von rund 60 Millionen Euro an Kraftfahrzeugen. Mehr als 200.000 Fälle werden bundesweit gemeldet, Tendenz steigend. 

Region – Besonders häufig betroffen sind Zündkabel, Kühlwasserschläuche, Stromleitungen, Manschetten an Lenkung und Antriebswellen. Dabei war der Marder Anfang der 50er Jahre in Deutschland fast ausgerottet. Ihre Felle waren begehrt, doch mittlerweile ist der Bestand wieder angewachsen, ihre Scheu vor Wohngebieten haben sie lange verloren. Gerade parkende Autos werden in ihren Lebensraum leidenschaftlich gerne mit einbezogen, wobei der Motorraum zum Spielraum wird. So beißen sie in Kabel und Schläuche um sich Platz zu schaffen, um ihr Revier gegenüber Artgenossen zu markieren oder einfach nur aus Spieltrieb heraus.

Im Frühling und Frühsommer nehmen die Muttertiere ihre Jungtiere auf Streifzüge mit. Was interessant scheint, wird in den Mund genommen und angeknabbert. Die Paarungszeit der Marder beginnt Ende Juni, weshalb ab Mai die Revierkämpfe ihren Höhepunkt erreichen und Mardermännchen besonders aggressiv sind. Laut ADAC ist dann eine Motorwäsche empfehlenswert, diese wäscht die Duftstoffe ab, denn auf Duftspuren von Rivalen reagieren Mardermännchen besonders gerne mit Beiß-Attacken. Spätestens, wenn in der Nähe einen Marderschaden gegeben hat, sollte der Motorraum über einfachem Kaninchendraht geparkt werden.

Im Kreis Viersen gibt es für Vorkommnisse mit Mardern sogenannte Marderbeauftragte, die über die Kreisjägerschaft erreichbar sind (http://www.kjsviersen.de/marder-haus-auto.php). Mit Fallen wird dann zunächst versucht das Tier einzufangen oder zu vergrämen. (dt)

Foto: Gehört ebenfalls zur Marderfamilie: Der Iltis/Pixabay.de

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