Vorstellabend des Mönchengladbacher Karnevalsverbandes

Wie seit vielen Jahren, fand auch jetzt vor Beginn der Karnevalssession ein Abend statt, an dem sich bekannte und auch neue Künstler den anwesenden Vertretern von Karnevalsgesellschaften präsentieren können, um so evtl. noch für die kommende Session gebucht zu werden.

Mönchengladbach – Zusammen mit der Show-Tanzgruppe Surprise & Fantasy, die den ganzen Abend auf der Bühne blieben (damit Bella nicht so alleine war), zogen Bella Peltzer, der die Moderation an diesem Abend übernahm, und der stellvertretende Vorsitzende des Mönchengladbach Karnevalsverbandes Markus Hardenack in die Halle ein.
Die Begrüßung der anwesenden Gäste übernahm Markus Hardenack. Ganz besonders herzlich begrüßte er die amtierenden Prinzenpaare Guido und Verena Gauls und Annika Schmitz und Yannick Schulz sowie die designierten Prinzenpaare Dirk und Martina Weise sowie Lukas Leuer und Lara Gauls. Sein besonderer Gruß galt dem Ehrenvorsitzenden Bernd Gothe.
Dann begann das vielseitige Programm, das von Rolf Gaden zusammen gestellt wurde.
Den Auftakt machte die Show-Tanzgruppe Surprise & Fantasy aus der Karnevalsgesellschaft „Alles onger ene Hoot“ aus Hardterbroich. Sie stellten ihren neuen Tanz mit Schaubildern in ägyptischen Kostümen vor. Trainiert werden sie seit Jahren von Heike Rick.

Foto: Katz

Weiter ging es mit einem Zwiegespräch zwischen Harry im Arbeitsdress und Achim als „feiner“ Herr. Sie nahmen sich gegenseitig auf den Arm, wobei Harry immer die einfache Art wählte, während Achim die für ihn vornehmere Vorgehensweise bevorzugte. Sie erzählten über Frauen, Blind Date, über Poesie-Alben, was man früher hinein schrieb, Fitness-Studio sowie über die Wodka-Bier-Diät, bei der man drei Tage in der Woche verliert. Es war ein Programmpunkt, der bei den Anwesenden super ankam.
Die Kolibris, eine seit Jahren bekannte Band im Karneval, heizte den Saal mit ihren alten und neuen Liedern so richtig ein. Natürlich durfte auch der Song „Denn wenn et Trömmelche jeiht“ nicht fehlen.
Ein ganz besonderer Augenschmaus war die Tanzgruppe „Las Tropicals“ aus Neersen. Angekündigt wurden sie als Schutzengel, wobei man erst später diesen Oberbegriff erkannte. In wechselnden Kostümen stellten sie die Berufe dar, sie für unsere Sicherheit sorgen. So z.B. Schwimmmeister, Krankenschwestern, Feuerwehr, Batman und Polizei. Durch das Wechseln der Kostüme und die tänzerische Leistung war von Langeweile bei den Besuchern nichts zu spüren. Zum Schlussbild waren alle als Engel angezogen und der Name Schutzengel hatte damit alles dokumentiert.

Wie es in einem Programm sein sollte, wechselten sich Musik, Reden und Tanz ab.
Nach Augenschmaus kam jetzt eine Musikgruppe „Drömmelköppe“, die sich aus einer Bierlaune gegründet hatte. Sie spielten Lieder bekannter Bands, die die Zuschauer kräftig mitsangen.
Ne komische Hellije (Peter Kolb), der seit mehr als 30 Jahren auf der Karnevalsbühne steht, erzählte als Redner aus seinem Leben von Beerdigungen, Tagesablauf und dass er immer mit seinem Kanarienvogel frühstückt und zwar für jeden ein Körnchen.
Als nächstes stand eine junge Truppe aus Köln auf der Bühne und zwar die „Kölsche Adler“. Sie stellten zum Teil ihre selbst geschriebenen Lieder vor, die zwar noch nicht bekannt waren, aber der Refrain ging ins Ohr, so dass das Publikum mitsingen konnte.
Der lustige Jo, seit 25 Jahren im Karnevals aktiv, erzählte in einer Kurzversion aus seinem Leben, von Freunden, Kindern, Essen und Autos.
Auch die United Dancers Eschweiler, eine Truppe von 18 Mädchen, waren ein Augenschmaus. Der Oberbegriff ihres Tanzes stand unter dem Motto „Manegenfieber“. Sie zeigten in ihren farbenfrohen Kostümen Darbietungen, wie sie auch in einem Zirkus gebracht werden. Auch die entsprechende Musik war auf Zirkus abgestimmt, ebenso die Texte der Lieder, die sich auf Zirkus und Manege bezogen.

Bianca Schnelle, eine Sängerin aus Mönchengladbach, verzaubert schon seit vielen Jahren mit ihren Liedern das überregionale Publikum. Auch beim Vorstellabend in ihrer Heimatstadt fand sie begeisterte Zuhörer.
Das Zwiegespräch von Bauer und Wiener zog die Besucher, trotz später Stunde, noch einmal so richtig in ihren Bann. Hier einige kleine Episoden, die die Lachmuskeln anregten: die Frau des Wieners kam ganz in weiß gekleidet abends in Schlafzimmer. Darauf meinte er, sie sehe aus wie die Unschuld vom Lande. Hierauf entgegnete der Bauer, meine Frau kam in gelb und dabei fiel mir ein, dass wir die gelbe Tonne noch heraussetzen müssen. Oder der Wiener hatte mit einer Hühnerfeder seiner Frau über den Körper gestrichen, was sehr erotisch war. Das gleiche hatte der Bauer bei seiner Frau auch gemacht, aber dabei vergessen, das Huhn abzumachen.
Dann zog die Prinzengarde der Stadt Erkelenz mit ihren Fahnen- und Standartenträgern, den Marketenderinnen und den Tanzpaaren in die Halle ein. Zuerst trat das Solotanzpaar, dann das Solomariechen und dann das Tanzcorps, bestehend aus neun Mariechen und neun Männern auf, die ihre akrobatischen Darbietungen zeigten.
Den Schlusspunkt setzten die Rhienstädter mit alt bekannten Karnevalsliedern.
Bella Peltzer verabschiedete die Gäste und sprach Rolf Gaden seinen Dank aus für die hervorragende Gestaltung des Abends. (Marlene Katz)