Wagenübergabe an die Mönchengladbacher Prinzenpaare

Die obligatorische Wagenübergabe fand in diesem Jahr nicht in den Hallen der früheren Reme statt, sondern im und am Zelt am Geroweiher.

1. Stadtgarde Mönchengladbach – VDZ-Zugleitung

Mönchengladbach – Pünktlich um 11.11 Uhr das wurde diese Veranstaltung musikalisch vom Reitercorps Speick sowie Gert Kartheuser (1. Vorsitzender MKV), Dr. Markus Hardenack (2. Vorsitzender) und Bruno Wiesner (Schatzmeister) eröffnet.

Zunächst begrüßte Kartheuser den ersten Bürger der Stadt, Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, den Chef von MGMG Peter Schlipköter, Bernd Gothe (Ehrenvorsitzender des MKV), Harald Widera von der Stadtsparkasse, alle Karnevalsgesellschaften sowie die Wagenbauer, die in den letzten Monaten und Tagen hart gearbeitet haben. Sein Dank ging auch an die Presse, die zum Teil hervorragende Berichte geliefert hatten.

Mittlerweile ist es schon Tradition, dass der Oberbürgermeister bei dieser Wagenübergabe seinen Richtspruch darbringt, der wie folgt lautete:

  • Mit Gunst und Verlaub,
  • Gegrüßt seid ihr, geehrte Gäste
  • Zu diesem Wagentaufen-Feste!
  • Ein Richtspruch ist ein guter Brauch,
  • Eine Funktion, die hat er auch:
  • Dem Veilchendienstagszug zum Segen
  • Soll schützen ihn auf seinen Wegen.
  • Mit Gunst und Verlaub,
  • Der Karneval in diesem Jahr
  • Treibt bunte Blüten, wunderbar.
  • Aus Flowerpower, Blütenpracht
  • ist der ganze „Zoch“ gemacht.
  • Der Zug ist es, auf den wir warten.
  • Bald nun soll er pünktlich starten.
  • Er wird die Menschen hoch erfreu’n.
  • Da können wir ganz sicher sein!
  • Damit der Zug auch rollen kann,
  • arbeiten viele Menschen d´ran,
  • Ganz wichtig ist die Sicherheit
  • Von A bis Z, zu jeder Zeit.
  • Mit Gunst und Verlaub,
  • ein Wagenpark wie hier beweist
  • den klugen Sinn und hohen Geist,
  • den die Wagenbauer ließen walten,
  • um solche Pracht hier zu gestalten.
  • Sie haben keine Müh`gescheut,
  • die engagierten Karnevalsleut´.
  • Zu Freud und Fleiß vor allen Dingen
  • Kam – wie wir seh´n – auch das Gelingen.
  • Einfallsreich und bunt gestaltet,
  • ein Handwerk, das niemals veraltet,
  • sondern stets lebendig bleibt
  • und die Menschen sehr erfreut.

Um eine Wagenübergabe vorzunehmen, hatte man vor dem Zelt sinnbildlich für die Wagen der Prinzenpaare die Kutsche der KG Schöpp op positioniert. Nachdem Prinz Dirk, Prinzessin Martina, Kinderprinz Lukas und Kinderprinzessin Lara diese bestiegen hatten, durften sie schon einmal Süßigkeiten schmeißen um zu üben, wie es sein wird, wenn sie am Veilchendienstag durch die Stadt ziehen.

Zurück im Zelt hatten Jost Fünfstück (zuständig für die Wagen und den Veilchendienstagszug) und Elmar Eßer (Chef der Zugleitung) die Möglichkeit, den Anwesenden noch einmal die Kriterien für den VDZ vorzustellen. Eßer führte an, dass es wieder ein großer Zug wird und nannte die Anzahl der mit ziehenden KG, der Wagen, der Fußgruppen und auch der Pferde.

In Bezug auf die Kritiken in den Medien bezüglich der Pferde ist es so, dass als nächstes die Trecker gefährlich sind, dann die Wagen usw., aber dann werden wir keinen Veilchendienstagszug mehr haben. Es sind ebenfalls alle Grundvoraussetzungen für die Sicherheit geschaffen, das Sicherheitskonzept steht und ist von allen unterschrieben, welches seinerzeit das erste in NRW war und von anderen Städten übernommen wurde.

Teil der Spende von VALENSINA

Bezüglich der Wagen führte Fünfstück an, dass alle technischen Auflagen seitens des TÜV erfüllt wurden. Im Fuhrpark stehen nur Wagen, die mit 100 %iger Sicherheit am Zug teilnehmen können, denn bei der ersten Unsicherheit würde man direkt mit dem Finger auf sie zeigen.

Weitere 860 Personen wie Ordner, Freiwillige Feuerwehren, Sanitäter usw. sind dafür gewappnet, dass ein sicherer Zug durch die Stadt zieht. Auch darf man die Reinigungskräfte nach dem Zug nicht vergessen, die unmittelbar hinter dem letzten Wagen die Straßen wieder säubern, damit die Autofahrer später wieder freie Fahrt haben.

Auch nahm er Bezug auf den evtl. erwarteten Sturm, aber hier braucht man sich keine Sorgen zu machen, denn die Wagen sind so gebaut, dass sie auch größere Windstärken aushalten, also der Zug kann immer ziehen. Aber man ist optimistisch: das Wetter hält und Kartheuser versprach 20 Grad, morgens 10 und abends 10.

Dann erfolgte der Einmarsch der Prinzenpaare. Es war eine tolle Kombination: Prinz Dirk zog mit Kinderprinzessin Lara und Prinzessin Martina zog mit Kinderprinz Lukas Arm in Arm ein. Vorzustellen brauchte Kartheuser diese vier nicht mehr, denn sie sind mittlerweile bekannt wie bunte Hunde.

Rückblickend meinte Martina, dass sie eine schöne Session hatten mit vielen tollen Momenten und dass sie sich gerade auf der Ziellinie befinden auch mit dem tollen Kinderprinzenpaar. Begeistert war sie auch von Eßer und Fünfstück, die den Ablauf des Zuges noch einmal erläutert hatten. Sie war super zufrieden mit dem MKV, den Musikmachern und den Kindern in den Gesellschaften.

Für Dirk war die Session absolut genial und alle Menschen haben toll mitgezogen. Für ihn war es ein tolles Gefühl, was sich auch in dem Prinzenpaarlied widerspiegelt. Was das Beste war, konnte er so nicht sagen, für ihn war alles super gelaufen. Für den VDZ hofft und betet er, dass zumindest das Wetter sich hält.

Peter Schlipköter (m.) und Frank Schober (re.)

Lara bedankte sich mit aller Herzlichkeit bei den Sponsoren, die ihren Wagen für den VDZ gestiftet haben und freut sich ganz besonders, wenn sie am Dienstag die Bonbons werfen darf.

Lukas war dann froh, das Mikrofon zu bekommen, denn normalerweise spricht immer erst der Prinz. Er kann den VDZ nicht mehr erwarten und hofft auf viele Besucher am Straßenrand.

Mit dem Prinzenpaar- und Kinderprinzenpaar-Orden wurden dann Peter Schlipköter und Frank Schober ausgezeichnet.

Bevor die Lieder der Prinzenpaare und das gemeinsame Lied gesungen wurden, erhielten Martina und Lara jeweils einen kleinen MKV-Bernie, der mit Pralinen gefüllt ist.

Nach dem Ausmarsch der Prinzenpaare mit dem Reitercorps Speick bat Kartheuser dann das Dreigestirn von Wanlo auf die Bühne. Prinz Tom, Bauer E. und Jungfrau Mikaela trugen ebenfalls ihr Lied vor, was aber à Kapella geschah, denn die CD mit der entsprechenden Musik hatte der Prinz leider im Auto vergessen.

Damit war die erstmals im Zelt stattgefunde Wagenübergabe abgeschlossen.    (Text: Marlene Katz)