Wald: Es bleibt lebensgefährlich – Kontrollen der Wege dauern mindestens bis zum Wochenende

Die Stadt Viersen warnt nochmals nachdrücklich davor, in den Wald zu gehen. Stadtförster Rainer Kammann sagte: „Leider sind schon wieder zahlreiche Menschen im Wald unterwegs. Das ist wegen der noch nicht gesicherten Bereiche lebensgefährlich.“ Bis alle Wege im Wald kontrolliert sind, werde es voraussichtlich bis zum Wochenende dauern.

Viersen – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Betriebe haben am Montag, 11. März 2019, mit der Kontrolle der Baumbestände nach dem Sturm „Eberhard“ begonnen. Der Schwerpunkt der Überprüfungen und der beginnenden Aufräumarbeiten lag dabei bei den Stadtbäumen. Nach den ersten Erkenntnissen sind etwa ein Dutzend Stadtbäume entwurzelt worden. Einige weitere Bäume sind durch Ausbrüche so geschädigt, dass sie gefällt werden müssen.

Größere Ausbrüche und viel kleinerer Windbruch verteilten sich auf den Straßen und Wegen. Hier wird es noch einige Zeit dauern, bis die groben Sturmfolgen beseitigt sind. Besonders betroffen sind nach aktuellem Stand Straßen und Grünanlagen mit Linden und Platanen.

Auf den Friedhöfen auf der Löh und Süchteln wurden einzelne Gräber beschädigt. Diese Schäden sind deutlich geringer als im Januar 2018 nach dem Sturm „Friederike“. Wie damals musste aber auch jetzt der Verbindungsweg zwischen dem Schulgelände am Pestalozziweg und der Bebericher Straße aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

Für den Forstbereich berichtet Kammann von „Einzelbaumwürfen im ganzen Stadtgebiet“. Leider seien auch alte Starkbuchen und Starkeichen betroffen, die am Heiligenberg und am Hohen Busch zu finden sind.

„Besonders massiv“ jedoch habe es erneut den Fichtenbestand erwischt. Hier gebe es nicht nur Einzelbaumwürfe, sondern auch „flächenhafte“ Schäden. Das sei einerseits dadurch bedingt, dass Bäume durch „Friederike“
freigestellt wurden. Andererseits seien die Bäume durch den Borkenkäfer in großer Zahl geschwächt.

Wie im vergangenen Jahr traf es die Bereiche rund um das Wildgehege und den Kletterwald auf den Süchtelner Höhen besonders stark. Zwar sind die Tiere sicher, doch sind viele Zäune niedergerissen und viele Bäume beschädigt worden oder umgestürzt. Einen genauen Überblick über die Schäden im Wald gibt es noch nicht. Viele Schäden zeigen sich erst bei einer genaueren Prüfung, die aber erst möglich ist, wenn die Wege wieder frei und die gefallenen Bäume weggeräumt sind.

Foto: Rheinischer Spiegel