Wandel im neuen Jahr: Kaisermühle Viersen ab Februar unter neuer Führung

In den letzten Tagen ist es ruhig geworden im Hotel und Restaurant Kaisermühle Viersen, mittlerweile sind hier die Türen verschlossen. Bis Februar wird hier fleißig gearbeitet, dann öffnet die Kaisermühle unter neuer Führung.

Viersen – Renovierungsarbeiten stehen in den kommenden Wochen an in der denkmalgeschützten Viersener Kaisermühle. Bis Februar bleibt die Kaisermühle deshalb geschlossen und startet dann neu. Verraten wird noch nichts, jedoch können sich die Gäste auf eine neue Führung und frischen Wind freuen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Den Historikern ist die Kaisermühle noch als Abrahamsmühle bekannt, denn diesen Namen trug sie mehrere Jahrhunderte lang. Von 1397 bis 1762 gehörten alle Müller zu der in Viersen lebenden Familie Abrahams. Von 1575 bis 1599 war Keyser T’Abrahams der Besitzer der Mühle. Er erbaute eine neue Mühle die seitdem Kaisermühle nach dem Rufnamen des Bauherrn genannt wurde. Seit 1591 wurde der alte Name nur noch selten genutzt, die Kaisermühle trat ein in die Viersener Geschichte. Im Jahr 1730 brannte die Kaisermühle nieder, wurde jedoch bald wieder aufgebaut und so trägt auch das heutige Mühlengebäude an der nördlichen Giebelwand die Jahreszahl 1732. 1890 sank der Wasserspiegel und so wurde die Mühle bereits 1877 teilweise zu einer Gaststätte umgebaut, 1905 wurde der Mühlenbetrieb vollständig eingestellt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verliert die Mühle an ihrer Bedeutung als Ausflugsziel. 1971 kauft sie die Stadt Viersen auf, baggert 1974 den Mühlenteich aus und gestaltet die Umgebung zu einem öffentlichen Park um. Eigentlich sollte die Mühle abgerissen werden, denn es fand sich kein Käufer für das Gebäude. Doch dann, kurz vor Ablauf der gestellten Frist wurde das Gebäude aufgekauft, umfangreich restauriert und am 11. Januar 1985 unter Denkmalschutz gestellt. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming