Warnstreik am Coca-Cola-Standort Mönchengladbach: „Wir lassen uns nicht erpressen“

Nachdem auch die dritte Verhandlung über einen neuen Entgelttarifvertrag für die 7.500 Beschäftigten der Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP) ergebnislos war, hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen. In Mönchengladbach wird deshalb am Mittwoch gestreikt.

Mönchengladbach – Die rund 220 Beschäftigten des Standortes Mönchengladbach, Marie-Bernays-Ring 37 werden am Mittwoch, 10.04.2019 ab 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr ihre Arbeit niederlegen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die Früh-, Spät- und Tagschicht treffen sich um 07:30 Uhr und die Streikenden werden zur zentralen Kundgebung in Dortmund gefahren, wo bis zu 1.000 Beschäftigte des Brauseherstellers zusammenkommen werden.

„Wir lassen uns nicht erpressen“, so Karim Peters, Geschäftsführer der NGG-Region Krefeld-Neuss. „Wir fordern die Erhöhung der Löhne und Gehälter um 180 Euro monatlich und der Vergütungen für die Auszubildenden um 100 Euro. Die Kolleginnen und Kollegen haben mehr verdient als die vom Arbeitgeber angebotenen 90 Euro in diesem und 80 Euro im nächsten Jahr“.

„Unverschämt“ nannte Peters, dass die Arbeitgeber ihr Magerangebot nur unter der Bedingung abgegeben hatten, dass die NGG einer weiteren Flexibilisierung der Arbeitszeiten und damit der Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zustimme. Peters wies darauf hin, dass in dieser Tarifrunde ausschließlich Löhne, Gehälter und Vergütungen für die Auszubildenden verhandelt würden. Der Tarifvertrag zur Arbeitszeit sei nicht gekündigt.
„Wenn die Arbeitgeber in der nächsten Verhandlung am 11. und 12. April 2019 in Berlin nicht zur Besinnung kommen und uns ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, erklären wir die Verhandlungen für gescheitert und rufen zu Urabstimmungen auf. Unbefristete Streiks werden folgen“, hat Verhandlungsführer Freddy Adjan auf der Auftaktkundgebung zu den derzeitigen bundesweiten Warnstreiks angekündigt.