Wasserqualität im Schwalmtaler Heidweiher ausgezeichnet

Der Heidweiher in Schwalmtal ist und bleibt ein „ausgezeichnetes Badegewässer“. Das hat eine Untersuchung zweier Wasserproben durch das akkreditierte Mönchengladbacher Wasserlabor WLN ergeben. Die Probenahme, Untersuchung im Labor und die Bewertung erfolgten nach der EU-Badegewässerrichtlinie. Die Proben im einzigen Strandband im Kreis Viersen wurden am 28. Mai 2018 im Uferbereich und in der Mitte des Sees entnommen.

Der Heidweiher in Schwalmtal hat entsprechend der EU-Badegewässerrichtlinie eine ausgezeichnete Wasserqualität. Foto: Kreis Viersen

Schwalmtal – Obwohl der Heidweiher offiziell kein „EU-Badegewässer“ ist, untersucht der Kreis Viersen ihn wegen seiner Beliebtheit zum Schutz der Badenden regelmäßig nach den Auflagen der EU. Die Untersuchung umfasst die Darmbakterien „intestinale Enterokokken“ und „Escherichia coli“. Es handelt sich hier um Bakterien, anhand deren Konzentration sich die Belastung des Wassers mit Fäkalkeimen einschätzen lässt.

Bei der Begehung hat das Gesundheitsamt des Kreises Viersen auch den Algenbefall und andere Verschmutzungen sowie die Infektionshygiene in dem Strandbad ohne Beanstandungen überprüft.

Multiresistente Keime?

Der Kreis bemüht sich weiterhin, nachvollziehbare Untersuchungsergebnisse der Gewässeruntersuchung des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) zu erhalten. Der BUND hatte eigene Proben zum Anlass genommen, vor multiresistenten Keimen in der Nette und im Heidweiher zu warnen. Um Befunde beurteilen zu können, müssen diese allerdings in einem nachvollziehbaren und standardisierten Verfahren zustande gekommen sein. So muss die Probe von einem zertifizierten Probenehmer genommen werden und in einem akkreditierten Labor untersucht werden. Entsprechende Unterlagen hat der BUND dem Kreis Viersen bisher nicht vorgelegt. Es gibt bisher auch noch kein zertifiziertes Untersuchungsverfahren für den Nachweis von antibiotikaresistenten Keimen in Badegewässern.

Darüber hinaus weist der Kreis Viersen darauf hin, dass der Heidweiher in Schwalmtal nur aus Grundwasser gespeist wird. Deshalb besteht auch kein direkter Zusammenhang zwischen Wasserbefunden der Nette und Wasserbefunden des Weihers.

Land, Bund und EU haben verschiedene Studien in Auftrag gegeben, die die Auswirkungen multiresistenter Keime untersuchen sollen und um Handlungsempfehlungen ableiten zu können. Weitere Infos zu dem Thema finden sich unter: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/schwimmen-baden/badegewaesser/faq-antibiotikaresistente-bakterien-in


03.06.2018 | In der Debatte um multiresistente Keime im Schwalmtaler Heidweiher schaltet sich nun auch Westpol (WDR) ein. Laut Westpol hat der Kreis den Heidweiher nicht auf Multiresistenzen getestet und doch spricht der Kreis von einem ausgezeichneten Badegewässer. Das Ergebnis des BUND ist für Dr. Peter-Johann May von der Krankenhausgesellschaft NRW ein Alarmsignal.