Wegen weggeworfenem Glimmstängel: Beherzter Autofahrer löschte Brand am Willy-Brand-Ring

Nur mit viel Glück konnte ein Brand am Willy-Brand-Ring von einem aufmerksamen Autofahrer verhindert werden. Ein Feuer war durch einen glimmenden Zigarettenstummel entstanden. Zurzeit herrscht durch die Trockenheit neben der Waldbrandgefahr auch ein erhöhter Graslandfeuerindex, weshalb eine kleine Flamme zu einem großen Unglück führen kann.

Viersen – Der Waldbrandgefahrenindex zeigt ebenso wie der Graslandfeuerindex ein kräftiges Orange auf den Karten für Viersen und Umgebung und damit eine mittlere Feuergefahr – auf dem Hohen Busch wurde bereits das Grillen verboten. Doch auch jede achtlos weggeworfene Zigarettenkippe kann in Straßengullys, Kellerschächten oder Grünstreifen einen großen Brand verursachen.

Eine brennende Zigarettenkippe war auch der Auslöser eines engagierten Handelns am Willy-Brandt-Ring. Ein Autofahrer warf sie unbedacht aus dem Fenster, ein anderer Autofahrer, der ein Stück weiter hinten in der Reihe fuhr, sah plötzlich Qualm aufsteigen als der Verursacher sich entfernte. Beherzt hielt er an und löschte den Schwelbrand in dem vertrockneten Laub und Gras.

Foto: privat

Dabei vergessen viele nicht nur die erhöhte Brandgefahr, sondern auch, dass das Wegschnippen der Zigarette aus dem Auto, je nach Bundesland, mit einem Bußgeld oder sogar Punkten in Flensburg geahndet werden kann. Bis zu 100 Euro nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzen wegen Umweltverschmutzung können fällig werden. Wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden sind zudem ein Punkt in Flensburg und ein Bußgeld nicht unüblich. Dabei kann es zudem zu einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung kommen, sollte sich etwa ein Motorradfahrer erschrecken und stürzen. Die „Ausrede“, dass ein Aschenbecher fehlen würde kann nicht angewendet werden, denn der Raucher ist verpflichtet sich vorher zu vergewissern, dass das Rauchen im Auto möglich ist – inklusive Aschenbecher.

Aufgrund der Trockenheit und der hohen Temperaturen darf unter anderem auf der Grillwiese am Hohen Busch nicht mehr gegrillt werden. Auch andere Feuerstellen dürfen dort nicht mehr entzündet werden. Stadtförster Rainer Kammann verweist auf die besondere Situation im Umfeld der Grillwiese. Das Bruchholz, das dort zusammengeschoben wurde, sei „trocken wie Zunder“. Das Grill- und Feuerverbot gilt bereits seit 28. Juni. Die Grillwiese am Hohen Busch ist der einzige Platz dieser Art in Viersener Waldbereichen, der zum Grillen freigegeben ist. Immer wieder werden Menschen aber auch beispielsweise im Stadtgarten Dülken angetroffen, die dort ihren Grill oder ein Lagerfeuer entzünden. Hier ist der Kommunale Ordnungsdienst Viersen (KOV) mit Zivilstreifen unterwegs, um dieses gefährliche Tun zu unterbinden. (cs)