Weichenstellung für die Kommunalwahl bei der CDU in Alt-Viersen

Mit einem ausgeglichenen Verhältnis aus langjährig politischen Aktiven und dem Nachwuchs der Jungen Union wählte der CDU-Stadtverband Alt-Viersen seine Bewerber für die kommende Kommunalwahl auf Stadt- und Kreisebene.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Bezirksvorsitzende Anne Kolanus durfte in einem gut gefüllten Versammlungsraum im Restaurant Rahserhof nicht nur sechzehn Bewerber für die Vorschlagsliste der Kandidatenplätze im kommenden Jahr willkommen heißen. Ebenfalls Mitglieder der CDU in Alt-Viersen waren der Einladung gefolgt um die ersten Weichen zu stellen. Viele Gespräche waren der Vorschlagsliste des Vorstandes voraus gegangen, die zudem erstmals zwei Direktstellvertreter enthielt für Hans-Willy Bouren und Anne Bieler. Beide werden zwar nochmals antreten, wollen allerdings in der dann folgenden Periode den Staffelstab weitergeben.

Foto: Rheinischer Spiegel

Bouren ist bereits seit 1975 im Rat vertreten, bestreitet im kommenden Jahr seine 9. Kommunalwahl und ist seit fünfzehn Jahren als stellvertretender Bürgermeister in Viersen bekannt. Wann die seit mittlerweile Jahrzehnten aktiven Politiker ihr Mandat niederlegen werden, das wird jeder von ihnen selbstbestimmt entscheiden können. Anne Bieler verwies darauf, dass sie vor der Übergabe ihres Mandates die Südstadt bis zum Auslaufen des Förderzeitraumes ebenso begleiten will wie die die Große Bruchstraße und auch weiterhin Kinder sowie Jugendliche an Kultur und Theater heranführen möchte. Mit ihrer Nachfolgerin, Laura Mavrides, die ebenfalls innerhalb der Viersener Politik keine Unbekannt ist und 1991 in der Jungen Union gestartet war, arbeitet Bieler bereits eng im Bereich Kultur zusammen.
Für Hans-Willy Bouren wird Franziska Goßmann übernehmen. In der Jungen Union aktiv, hat sie gerade erst ihr Studium im Bereich der Wirtschaft, Soziologie, Politik und Religion beendet, schrieb ihre Masterarbeit in Politikwissenschaften und beleuchtete die vergangene Bundestagswahl näher.

„Und liegt besonders am Herzen, dass jemand, der so lange sein Amt mit viel Engagement und Herzblut ausgefüllt hat, frei entscheiden kann, wann er den Staffelstab weitergibt“, so Anne Kolanus. Sie stellte einen respektvollen Umgang mit Parteimitgliedern heraus, die sich über eine so lange Zeit aktiv eingesetzt haben. Parteivorsitzender Sebastian Achten, der für den Wahlbezirk Bockert von Fritz Meies kandidieren möchte, bedankte sich nicht nur für das ausgeglichene Verhältnis der Vorschlagsliste, über die der „Große Parteitag“ Ende Januar entscheiden wird. „Die Botschaft muss sein, dass die Zeit des Stillstandes vorbei ist“, so Achten zum Abschluss der Wahlrunden, in denen alle Bewerber gewählt worden waren. (dt)