Weiß wie der Widerstand – Belarus-Solidaritätskundgebung in Düsseldorf

Vor mittlerweile rund einem Monat hatte sich Staatschef Alexander Lukaschenko nach der Wahl in #Belarus mit großer Mehrheit zum Sieger erklärt. Seitdem findet das Land keine Ruhe, denn dem Präsidenten wird von der Opposition und den Bürgern Wahlbetrug vorgeworfen. Widerstand, der auch in Düsseldorf am Wochenende sichtbar wurde.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

#Düsseldorf – Seit der Wahl in Belarus vor rund einem Monat gehen Opposition und Bürger auf die Straße um gegen einen mutmaßlichen Wahlbetrug von Staatschef Alexander #Lukaschenko zu demonstrieren. Sie fordern demokratische Neuwahlen, nachdem sich der Präsident mit großer Mehrheit zum Sieger ausgerufen hatte. Mittlerweile wird der Protest von Staatsseite aus mit Gewalt unterdrückt, zahlreiche Festnahmen wurden vorgenommen.

Um den Widerstand auch von Deutschland aus zu unterstützen, hatten am Sonntag belarussische Frauen zu einer Belarus-Solidaritätskundgebung auf dem Düsseldorfer Burgplatz eingeladen. Foto Rheinischer Spiegel

Um den Widerstand auch von Deutschland aus zu unterstützen, hatten am Sonntag belarussische Frauen zu einer Belarus-Solidaritätskundgebung auf dem Düsseldorfer Burgplatz eingeladen. Zahlreiche Teilnehmer waren dem Ruf gefolgt. Mit Corona-Abstand und Masken forderten sie eine freie und faire Wahl und den Stopp der Gewalt gegen friedliche Menschen, gedachten zudem in einer Schweigeminute den Verletzten und Verhafteten. Immer mehr Menschen schließen sich weltweit dem friedlichen Protest an.

Wie auch in Belarus haben die Teilnehmer in überwiegend weißen Kleidern demonstriert. Weiß ist zur Farbe des Widerstandes geworden. Sie berichteten von der Armut im Land sowie vom Wegzug junger und qualifizierter Menschen. Sie hoffen, dass die weltweite Unterstützung aufrüttelt, denn Lukaschenko würde innerhalb der Grenzen Informationen zurückhalten, weshalb auch das Internet nur eingeschränkt zugänglich wäre.
Am fünften Sonntag in Folge haben auch am Wochenende Zehntausende in Belarus demonstriert. Erneut kam es zu gewalttätigen Festnahmen und einem massiven Polizeiaufgebot. Die Demonstranten steckten Blumen in den Stacheldraht, denen der Staat Schützenpanzer und Wasserwerfer entgegensetzte. (nb)

Wie auch in Belarus haben die Teilnehmer in überwiegend weißen Kleidern demonstriert. Weiß ist zur Farbe des Widerstandes geworden. Foto: Rheinischer Spiegel