Weiterhin Hochwasserlage an der Niers

Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers hat bereits gestern, nachdem der Niersverband eine Hochwasserwelle in der Niers angekündigt hatte, die Hochwasserschieber an der Niers geschlossen.

Viersen/Region – Diese schotten die Nebengewässer der Niers von der Niers ab, sodass bei hohem Wasserstand das Nierswasser nicht über die Nebengräben in das Hinterland fließen kann. Einen Nutzen haben die Schieber jedoch nur für einen relativen kurzen Zeitraum bei Dauerregen, denn sie verhindern im Gegenzug natürlich auch, dass Wasser aus dem Hinterland über die Niers abgeführt werden kann. Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers beobachtet die Lage daher sehr genau. Sobald der Wasserstand der Niers und in den Nebengräben die gleiche Höhe hat, werden die Schieber wieder geöffnet. Gleiches natürlich auch, wenn der Wasserstand der Niers wieder sinkt, damit der Wasserabfluss aus dem Hinterland wieder hergestellt wird.

Der Dauerregen im Stadtgebiet hat zudem dazu geführt, dass sich die Rückhaltebecken I bis IV in Viersen gefüllt haben. Alle Becken waren am späten Nachmittag voll gefüllt. Das Rückhaltebecken an der Bongartzmühle (RHB III) floss bereits über die Oberkante des feststehenden Wehres. Dennoch ist es bisher nicht zu Schäden durch Ausuferungen der Becken oder des Hammer Baches gekommen. (opm/paz)

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz