Weniger Asylbewerber in Viersener Unterbringungseinrichtungen

Bundesweit hat sich die Situation um Asylbegehrende in den vergangenen Monaten entschärft. Ebenfalls in Viersen, Süchteln oder Dülken sind nur noch rund ein Drittel der Plätze in den Übergangsheimen belegt.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Insgesamt fünf Übergangsheime für Asylsuchende werden aktuell von der Stadt Viersen betrieben. Platz genug ist momentan in allen Einrichtungen, sei es in Alt-Viersen, in Süchteln oder Dülken, denn die Zahlen haben sich verringert und von den zur Verfügung stehenden 442 Plätzen sind zurzeit 125 Plätze belegt, so der aktuelle Bericht, der für den Ausschuss für Soziales und Gesundheit zusammen gestellt wurde.

Möglich wurde dies durch die bundesweite Situation, die sich nach dem Hoch in 2017 nach und nach entschärft hat, wodurch den Städten jeweils weniger Menschen zugewiesen wurden. Hinzu kommen 18 Asylbewerber, die, meist durch Familienzusammenführungen, in privaten Wohnungen leben, sowie 20 städtische Wohnungen, die zurzeit von 49 Menschen bewohnt werden.
Nachdem die Zahlen Asylsuchender in Viersen sanken, wurden bereits fünf Übergangsheime und 64 Wohnungen aufgegeben – insgesamt 1.250 Plätze. „Nach Abzug von Kapazitäten, die wegen besonderer Umstände wie Familienzuschnitt, ansteckenden bzw. psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen etc. nicht nutzbar sind, stehen zurzeit rund 340 Plätze zur Verfügung“, so der Bericht der Stadt Viersen. Immer noch bleiben auch die Kosten für die anderen Übergangsheime bestehen, denn die Mietverträge laufen noch. Alleine das Übergangsheim an der Gladbacher Straße kann frühestens zum Vertragsende im Januar 2021 aufgegeben werden. Es bleibt abzuwarten, auf welchem Niveau sich die Zahlen einpendeln werden, denn laut Ausländerzentralregister lebten ungefähr 1,1, Millionen Menschen Ende letzten Jahres in Deutschland, die unter ganz verschiedenen Voraussetzungen Schutz erhielten. (nb)