„Wer Termin im Impfzentrum nicht wahrnehmen möchte, soll bitte absagen“

Wer einen Termin beim Impfzentrum hat, ihn aber nicht wahrnehmen möchte, soll ihn bitte absagen. Dann kann der Termin anderweitig vergeben werden.

Kreis Viersen – Der zuständige Dezernent Thomas Heil erklärt: „Viele impfberechtigte Menschen können wegen des Andrangs nicht sofort einen Termin im Impfzentrum bekommen. Darum sollte niemand einen Termin blockieren, ohne ihn wahrnehmen zu wollen. Wer seinen Termin absagt, verhält sich fair und hilft, Zeit zu sparen.“
Im Impfzentrum werden zunehmend gebuchte Termine unabgesagt nicht angetreten. Dies liegt offenbar auch daran, dass manche Impfberechtigte sich parallel um einen Termin bei ihrer Hausärztin/ihrem Hausarzt bemühen. Manche schlagen zusätzlich noch den Weg über die Terminvereinbarung der Kassenärztlichen Vereinigung ein und lassen sich zugleich als impfberechtigte Kontaktperson einer Schwangeren oder einer pflegebedürftigen Person registrieren, um ihre Chance auf eine schnelle Impfung zu erhöhen.

Darum überbucht der Kreis die Termine im Impfzentrum bereits um zehn Prozent, um das Impftempo beizubehalten. Sollte auch dann noch Restimpfstoff da sein, wird die „Impfbrücke“ ausgelöst: Impfberechtigte, die beim Impfzentrum registriert sind, werden kurzfristig mit einer SMS über einen frei gewordenen Termin informiert. Allerdings erzeugen die nicht angetretenen, aber nicht abgesagten Termine zusätzlichen organisatorischen Aufwand. (opm)

Foto: Rheinischer Spiegel

2 Kommentare

  1. Die Antwort auf so ein asoziales Verhalten kann doch nur lauten: Bußgeld in Höhe von mindestens
    10 Prozent des Nettoeinkommens und zusätzlich natürlich die Rechnung über die angefallen Verwaltungskosten.
    Es muss endlich mal ein Ende habe,für jedes Fehlverhalten Verständnis aufzubringen und kaum merkbare Strafen zu verhängen. Bei Falschparkern und kleinen Geschwindigkeitsverstößen lässt man ja auch keine Milde walten.

  2. Wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen!

    Ein Bußgeld in genannter Höhe käme einem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft gleich und würde dieses Verhalten als bedingte Straftat einstufen.
    Hierzu bedarf es eines Gesetzes.
    Bestenfalls handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, welche per Kreiserlass in die Liste der Ordnungswidrigkeiten aufgenommen werden muss. Bis dies geschehen ist, gibt es keine Impfzentren mehr.

    Desweiteren sollte hier nicht so pauschal geurteilt werden, sondern immer die Hintergründe im Blick stehen.
    Bei einem Fehlverhalten den Verwaltungsaufwand in Rechnung zu stellen, wäre schon in Ordnung.
    Wer aber zahlt dann den Verwaltungsaufwand für die Ahndung der Ordnungswidrigkeit?

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