Wertstoff- und Logistikzentrum soll in Nettetal-Kaldenkirchen realisiert werden

Der Kreis Viersen wird sein geplantes Wertstoff- und Logistikzentrum (WLZ) in Nettetal-Kaldenkirchen bauen. Trotz konstruktiver Gespräche einigten sich der Kreis Viersen und die Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH (EGN) nicht auf eine mögliche Pacht.

Nettetal-Kaldenkirchen – Parallel zu den Planungen in Nettetal hatte der Kreis Viersen fortlaufend Gespräche mit der EGN über eine mögliche Realisierung am bestehenden Entsorgungsstandort Viersen-Süchteln geführt. Die Gespräche waren vertrauensvoll und ergebnisoffen. Andreas Budde, Betriebsleiter des ABV, hat die Mitglieder des Betriebsausschusses in der Sitzung am 19. Januar über den aktuellen Sachstand informiert.
Im November 2020 hatte die EGN dem Abfallbetrieb (ABV) des Kreises Viersen ein Pachtangebot unterbreitet. Im Dezember 2020 fand ein Gespräch zwischen der Geschäftsführung der EGN und der Betriebsleitung des ABV statt. Letztendlich nimmt der Kreis Viersen das Angebot aber nicht an. Aus Sicht des Kreises überwiegen unter Abwägung der betrieblichen, wirtschaftlichen und strategischen Aspekte letztlich Vorteile für das WLZ am Standort Nettetal: Insbesondere bestand in Süchteln für den Kreis Viersen nicht die Möglichkeit, Eigentümer zu werden. Langfristig ist dies nicht nur die wirtschaftlichere Lösung, sondern auch Voraussetzung, eigenverantwortlich zu handeln.

Auf der Fläche in Kaldenkirchen ist dies möglich. Dafür hat der Kreis Viersen eine Genehmigung bei der Bezirksregierung beantragt, die derzeit das entsprechende Verfahren durchführt.
Der Kreis rechnet mit einer Genehmigung seitens des Bezirksregierung. Dann würde am Standort Kaldenkirchen Planungs- und Rechtssicherheit bestehen. Weiterhin besteht das Interesse und das Angebot des Kreises, in Kaldenkirchen zusätzlich einen Wertstoffhof zu errichten. Hierzu gab es bereits einen ersten Austausch mit Christian Küsters, Bürgermeister der Stadt Nettetal. Die Gespräche werden nun vertieft.

Fortsetzen möchte der Kreis Viersen die gute Kooperation mit der EGN in Süchteln im Rahmen der Kleinanlieferstelle. Diese soll nicht aufgegeben, sondern fortgeführt und optimiert werden. Die Gespräche mit der EGN als langjährigem Partner werden dementsprechend fortgesetzt.