„Wie ein Weckruf!“ – Impuls von Oberbürgermeister Markus Lewe

Wir befinden uns zurzeit in einer Lage, wie es sie noch nie gegeben hat. Die die Ausbreitung des Corona-Virus und die dadurch verursachte Krise trifft jeden und uns alle gemeinsam. Wir sind dadurch in einer Situation, in der wir uns gegenseitig helfen müssen. Wir sind auf gegenseitige Unterstützung angewiesen.

KKV-Impuls – Das gilt besonders für jene, die in existentielle Not geraten. Ich nehme erfreulicher Weise ein großes Verantwortungsgefühl der Menschen in der Corona-Krise wahr und Danke allen, die sich so besonnen verhalten. Wie sich „Corona“ künftig auf unser Zusammenleben auswirken wird, weiß heute niemand.

Zu hoffen wäre, dass die unzähligen kreativen Ideen zur Stärkung des Gemeinsinns, die jetzt gerade in kürzester Zeit entstehen, beibehalten und weiterentwickelt werden und wir uns als Gesellschaft gegenseitig wieder mehr wertschätzen. Das hängt mit der Frage zusammen, wie Digitalisierung und Online-Kommunikation künftig tatsächlich sinnvoll eingesetzt werden kann. Zur Vermittlung von Inhalten und zugleich im Sinne des Klimaschutzes. Viele unnötige Dienstreisen weltweit könnten sich erübrigen, wenn wir bewusster entscheiden, welcher Weg wirklich sinnvoll ist. Vielleicht kommen wir zu einer Regeneration unseres Kommunizierens – dadurch, dass in der Krise das viele Reden, Übertrumpfen und stetige Beschleunigen rund um die Uhr gezwungener Maßen verlangsamt wurde. Wie ein Weckruf. Jetzt besteht die Chance, glaubhaft und authentisch darüber sprechen können. Und wenn wir irgendwann zurückschauen und feststellen, dass wir dabei mehr gelernt und gewonnen haben, dann ist das gelebter Zusammenhalt. Mit einer starken Bürgerkultur.

Impulsgeber
Oberbürgermeister Markus Lewe

Am 13. September 2015 wurde Markus Lewe zum zweiten Mal zum Oberbürgermeister der Stadt Münster gewählt. Von Januar 2018 bis Juni 2019 war er Präsident des Deutschen Städtetags. Seither ist er Vizepräsident. Markus Lewe ist verheiratet und hat fünf Kinder.


Die Impuls-Beiträge des Rheinischen Spiegels werden in Kooperation mit dem KKV – Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung gestaltet. Im KKV bilden Angestellte, selbstständige Kaufleute, Handwerker, Angehörige freier Berufe und des öffentlichen Dienstes eine paritätische, christlich geprägte Gemeinschaft. Rund 5.500 Mitgliedern in gut 60 Ortsgemeinschaften brennen deutschlandweit ehrenamtlich für die katholischen Soziallehre, die Soziale Marktwirtschaft, Wirtschaftsethik und soziale Projekte. Weitere Informationen bietet die Seite des KKV-Bundesverbandes kkv-bund.de!