„Wie eine große Familie“: Erfolgreiches Martinshexen in Boisheim

Bereits beim Aufstellen des diesjährigen Martinszuges an der Schule wurde klar, die langen Vorbereitungen des St. Martins-Verein Boisheim waren mit Erfolg gekrönt, denn auch viele auswärtige Gäste ließen sich den traditionellen Zug in Viersens kleinsten Stadtteil nicht entgehen.

Viersen-Boisheim – Einmal durch das Dorf von der Schule, über die Kapellenstraße, den Pütterhöfer Weg bis hin zum Bolzplatz, zum Martinsfeuer, zog der Boisheimer St. Martinszug, an dem nicht nur viele kleine und große Boisheimer teilnahmen. Der Zug ist für viele in der Region ein Geheimtipp und so reisen in jedem Jahr mehr auswärtige Gäste nicht nur für den Zug selber, sondern ebenfalls für das traditionelle Martinshexen an. In den verschiedenen Runden lockten Gutscheine, ein Whisky-Dinner, Frühstückskörbe und mehr. Unter den Gästen aus Lobberich auch Helmut Winz mit seiner Enkelin Hannah (7). Ihre Igel-Laterne erhellt den Boden vor ihren Füßen, während Hannah glücklich über das ganze Gesicht strahlt. „Wir kommen gerne nach Boisheim“, so Helmut Winz, „auch wenn wir hier nur wenige kennen.“ Fast wie in einer großen Familie sei das Miteinander in Boisheim sagt er weiter, während sich Hannah fest an ihren Opa schmiegt.

Dabei hatte der engagierte Verein gerade erst vor einem Jahr mit Nachwuchssorgen zu kämpfen, nachdem der bisherige Vorsitzende nach 10-jähriger Vorstandsarbeit seinen Posten niederlegt hatte und bei der ordentlichen Versammlung im September kein Nachfolger gefunden werden konnte. Dass der neue Vorstand nicht nur im Zug den richtigen Weg gefunden hat, da waren sich die gestrigen Besucher schnell einig. „Wir danken allen Zugteilnehmern und unserem St. Martin, besonders aber den Kindern mit ihren fantasievollen Fackeln, den ehrenamtlichen Helfern und den vielen Gästen, die zum Gelingen des Martinshexens und des traditionellen Zuges beigetragen haben“, so Vorsitzende Michaela Theven.

Während der St. Martin von Norbert Mertens gespielt wurde, der in diese ehrenvolle Rolle auch nach 30 Jahren überzeugend schlüpfte, war „Bettler“ Wolfgang Theven nach über 30 das erste Mal wieder der Wartende am Feuer. (dt)

 

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