Wie steht es um die Zukunft des Dülkener Bürgerhauses?

Vor fast zwei Jahren hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung den Antrag der CDU-Ratsfraktion unterstützt und ein Nutzungskonzept sowie Gutachten für das Bürgerhaus Dülken anzustoßen. Nun werden die Ausschussmitglieder über die aktuellen Gegebenheiten informiert, denn im kommenden Jahr soll ein neuer Pächter für das Bürgerhaus gefunden werden.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen-Dülken – Nachdem bereits eine Stadtteilkonferenz und Workshops zum Dülkener Bürgerhaus durchgeführt wurden, bestand von November 2019 bis Januar 2020 die Möglichkeit an einer Umfrage zur Nutzung des Bürgerhauses teilzunehmen. Gerichtet an Vereine sowie an soziale und kulturelle Einrichtungen, nutzen aktuell nur etwa ein Drittel der Befragten die Räumlichkeiten. Von den verbleibenden Befragten könnte sich die Mehrheit generell eine Nutzung zukünftig vorstellen, unter der Bedingung, dass sich insbesondere die Mietkosten reduzieren. Neben der zu hohen Miete wurden die mangelnde Flexibilität und die ungeeignete Ausstattung des Bürgerhauses angesprochen.

Ein weiteres Problem ergäbe sich durch die Aufteilung der Räumlichkeiten, denn nur wenige Veranstaltung erreichen eine von 500 oder mehr Personen, weshalb eine individuelle Verkleinerung oder Teilung des großen Saales in Betracht käme – auch, um so mehrere Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden lassen zu können. Insbesondere die Nutzung im kulturellen Bereich wurde angegeben, mit dem Wunsch der Nutzbarkeit für Konzerte, Kabarett, Schulveranstaltungen und Workshops in der Funktion einer Spielstätte.

Foto: Rheinischer Spiegel

Hierzu müsse allerdings zunächst das überalterte und verschlissene Ausstattungsmaterial von der Bestuhlung bis hin zur Beschallung modernisiert werden. Freies WLAN, Leinwand und eine Beschallungstechnik für die Moderation führt der Bericht weiter aus, der zudem ausführt, dass zwar die angebotenen Serviceleistungen im Bereich Essen & Trinken oder Reinigung zwar angenommen werden würden, die Befragten teilten allerdings zudem den Wunsch mit, diese Leistungen je nach Bedarf in Eigenleistung erbringen zu wollen. Wichtig in diesem Zusammenhang sei die Möglichkeit durch Eigenleistungen Kosten senken zu können, da den Interessenten und Vereinen oft nur ein vorgegebenes festes Budget zur Verfügung steht. Somit könnte auch die angesprochene fehlende Atmosphäre und Gemütlichkeit individuell hergestellt werden.

Nun soll ein Konzept entwickelt werden, welches variabel in der Zusammenstellung der Leistungen ist und dementsprechend ein ausreichend flexibles Angebot auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Veranstaltung bieten kann. Zudem beabsichtigt die Verwaltung laut aktuellen Überlegungen die Anpachtung des Bürgerhauses von der Viersener Aktien-Baugesellschaft zur Unterverpachtung an einen Betreiber. Vorgeschaltet werden soll die Herrichtung und Neumöblierung des Bürgerhauses durch die VAB als Eigentümerin – woran sich eine Betreiberauswahl anschließen soll. „Prämisse wird sein, einen Betreiber zu finden, der im Sinne der Stadt und der Viersener Bürger – hier insbesondere der Dülkener Vereine – ein flexibles und zahlbares Nutzungsangebot schafft und im Zuge aktiver Vermarktung und Etablierung eines ergänzenden kulturellen Veranstaltungssortiments das Bürgerhaus wieder mit Leben füllt“, so der Bericht der Stadtverwaltung. Aktuell werden die einzelnen Vergabekriterien zusammengestellt, der Pachtvertragsabschluss zwischen Stadt und VAB sei für den 1. Januar 2021 vorgesehen, danach beginne die Suche nach einem passenden Pächter. (dt)