Wiederaufbau der Dülkener Narrenmühle schreitet voran

Die glänzenden Spinnweben schimmern im Abendlicht wie langes, silbergraues Haar. Fleißig hat eine Spinne ihr Heim an der Dülkener Narrenmühle gewoben, die mittlerweile bereits ihre Flügel zurückerhalten hat.
Von RS-Redakteur Leo Dillikrath

Kolumne – Der Altweibersommer ist eingekehrt, aber der Begriff erinnert nicht an die Dölker Möhne, sondern tatsächlich an die Spinnweben, mit deren Hilfe die Baldachinspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Das althochdeutsche Wort „Weiben“ bezeichnet das Weben dieser Netze, die besonders am Morgen oder Abend gut zu sehen sind, wenn sich die Wassertröpfchen in ihnen verfangen und die ein wenig an Normalität erinnern.

Normalität in einer Pandemie und einer Zeit, in der viele Veranstaltungen abgesagt werden. Davon lässt sich der Dölker nicht unterkriegen und zeigt sich optimistisch – schließlich hat auch die geliebte Narrenmühle viel überstanden und doch steht sie nun fast wieder. Der Fortschritt zeigt sich jeden Tag erneut und auch wenn in diesem Jahr nicht die Jecken auf ihren Steckenpferden um die Mühle reiten, die „alte Dame“ wird an ihrem Platz sicherlich geduldig warten. (ld)

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath
Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath

Die Narrenmühle ist wieder to huus in Dölke