Wilde Müllkippe Elkanweg: Die unendliche Geschichte

Eine leere Zahnpastatube, ein Schuh, ein zerschlagenes Waschbecken – der Müll am Elkanweg lässt sich mittlerweile als unendliche Geschichte in den unrühmlichen Teil der Viersener Stadtgeschichte einordnen.

Foto: Rheinischer Spiegel

Viersen – Dabei werden Flaschen, Mülltüten und mehr nicht nur am Straßenrand selbst, sondern auch gerne über die Zäune in der Kleingartenanlage entsorgt. Ein Ende ist nicht in Sicht, obwohl Nacht- und Nebelkipper mit hohen Strafen rechnen müssen. Mittlerweile ziehen die Abfälle Ungeziefer an. Was sich für die freilaufenden Hühner im Gestrüpp als Leckerbissen herausstellt ist allerdings für die Anwohner mittlerweile immer wieder ein Problem.
Ameisen, Maden und größere Nager werden von den wilden Hinterlassenschaften angezogen die gerne zudem Elektroschrott enthalten der dort durchaus die eine oder andere Flüssigkeit verliert.

„Ich habe aufgegeben neuen Müll zu melden“, so ein Betroffener. Er habe sich an die Stadt Viersen mit der Beschwerdestelle gewandt und bei einer Veranstaltung die Bürgermeisterin angesprochen. Getan hätte sich nichts. „Eben eine unendliche Geschichte“, ergänzt er und bringt sein Unverständnis zu der „behördlichen Untätigkeit“ zum Ausdruck.

Foto: Rheinischer Spiegel

Dabei nehmen die Umweltsünder in Kauf, dass sie damit der Allgemeinheit schaden. Die Kosten für die Entsorgung durch die Stadt, wenn eine Prüfung auf den Verursacher negativ verläuft, tragen alle anderen. Umweltverbände raten zu einer Meldung einer wilden Müllkippe bei der jeweiligen Stadtverwaltung, in Viersen ist das über das Beschwerdemanagement möglich (02162 101 4444).

Die Städte und Gemeinden sind in abfallrechtlicher Hinsicht verantwortlich für die Beseitigung der wilden Müllkippe zu sorgen. „Allerdings geht jede Stadt anders mit einer solchen Meldung um. Während es Städte gibt, die die wilden Müllkippen innerhalb von 24 Stunden beseitigen, kümmert der Müll andere einen Dreck. Der beliebten Taktik, erst einmal gar nichts zu tun, sollten Melder mit mehrfachen Anrufen und Fotos per Mail entgegenstehen.“ (cs)