„Wir laufen trotzdem“ – Corona-Ra(h)ser-Run begeisterte Läufer

Mehr als 120 LäuferInnen beteiligten sich in diesem Jahr an der Corona-Ausweichidee der LG 1947 Viersen e.V., die zu einem ungewöhnlichen Run in ungewöhnlichen Zeiten eingeladen hatte. Eine Idee, die durchweg auf positive Resonanz stieß.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Mit der Corona-Pandemie wurden die Planungen durchweg vor neue Herausforderungen gestellt. Veranstaltungen wurden durchweg abgesagt und eigentlich hätte auch Mitte Mai wieder der beliebte Ra(h)ser Run stattfinden sollen. Da auch dieser aufgrund der Einschränkungen nicht stattfinden konnte, hat die LG 1947 Viersen e. V. aus der Not eine Tugend gemacht und damit den Geschmack der LäuferInnen getroffen. Alleine per Bilder und GPS-Track ging es so für über 120 Teilnehmer auf die 5 und 10 km langen Strecken, die der Verein im Vorfeld markiert hatte. Für das erfolgreiche absolvieren innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen rund um den ursprünglichen Termin erhielten die Teilnehmer Urkunden und Zeiten per Mail.

Unter den Teilnehmern fanden sich allerdings nicht nur die, die bereits seit längerem zu den Startern gehören, ebenfalls etliche Helfer, die sonst aufgrund Ihres Einsatzes beim Ra(h)ser-Run nicht teilnehmen können, haben die Chance ergriffen und sind gelaufen. Wer nicht alleine laufen wollte, der griff zu einem Zeittrick und so starteten als Gruppe die „Viersener Buschläufer“ jeweils in einem Abstand von zwei Minuten und damit den geforderten Abstandsregelungen. Fünfzig Teilnehmer haben erfolgreich die 5 km, sogar siebzig Teilnehmer die 10 km bezwungen.

Für die Organisatoren gab es dafür eine breite Palette an Dankesmeldungen – darunter „Das war eine tolle Idee!“ und „Echt cool, dass der Ra(h)ser-Run doch möglich war“. Die Stimmung haben sich die LäuferInnen durch Corona nicht verderben lassen, aber „Nächstes Jahr sind wir hoffentlich wieder alle zusammen gesund und munter beim wahren Ra(h)ser Run“. (dt)

Erfolgreich endete der diesjährige Corona-Ra(h)ser Run, die Teilnehmer jedoch hoffen darauf im nächsten Jahr wieder gemeinsam laufen zu können. Foto/Archiv: Rheinischer Spiegel/Martin Häming