Wird Whatsapp-Spiel zu einem gefährlichen Trend?

50 Tage den „Meister“ zufriedenstellen – bis hin zum Selbstmord. Die Nachrichten sind voll davon, mittlerweile wird es ebenfalls von den Printmedien aufgegriffen und auch die Polizei warnt: Ein neues Whatsapp-Spiel schwappt angeblich von England, Spanien und Russland nach Deutschland – ebenfalls von Fällen in Rumänien wird berichtet. 

Thema – „Von der „Blauwal-Challenge“ sind vor allen Dingen leicht beeinflussbare junge Menschen betroffen, die in der Gesellschaft ihren Platz noch nicht gefunden haben, mit ihrem Leben unglücklich sind“, warnt ein Psychologe, der von einer Patientin berichtet, die durch das Blauwal-Spiel kurz vor dem Selbstmord stand. Hierbei wird den Teilnehmern 50 Tage lang ein anderer Spieler als „Meister“ zugeteilt, die aufgetragenen Aufgaben müssen zu seiner Zufriedenheit erfüllt werden. Die Teilnehmer erkennen sich untereinander an einem Blauwahlsymbol, dass sie sich teilweise sogar in die Haut ritzen. Der Name stammt von der Legende, dass Blauwale den Freitod wählen würden, indem sie auf den Strand schwimmen um dort zu sterben.

Schon Anfang 2017 warnten russische Medien vor der gefährlichen Challenge, wegen der sich bereits zu diesem Zeitpunkt 130 Jugendliche das Leben in Russland genommen haben sollen. Seinen Ursprung fand das Spiel in dem Netzwerk VKontakte. Nachdem im April in der englischen Stadt Basildon ein Lehrer mit einem Elternbrief auf das Spiel aufmerksam machte, wurden immer mehr Geschichten von Teilnehmern bekannt. Das englische Magazin „Mail online schrieb: „Am 50. Tag befehlen die Meister sogar den Selbstmord“ und berichtete von einer mittlerweile wiederholten Polizeiwarnung.

Auch in Oberbayern warnte nun die Polizei: „In Deutschland sind derzeit nur vereinzelte Fälle bekannt, bei denen die sog. BlueWhaleChallenge angeblich Auslöser für Selbstverletzungen gewesen sein soll.“ Immer noch nicht ist belegt, ob es sich bei diesem Spiel um einen Hoax oder um eine tatsächliche Challenge handelt, wobei unter sich unter der Warnung der Polizei bereits erste Stimmen melden, die auf die Echtheit des Spiels schließen lassen. „Eltern sollten den Medienkonsum und das Verhalten ihrer Kinder beobachten und bei Veränderungen hellhörig sein. Je nach dem Alter des Kindes können Themen auch offen angesprochen werden“, so die Polizei. „Denn wenn sie in den Medien oder auf den gängigen Sozialen Netzwerken präsent sind, haben die Kinder schon oft vor den Eltern Kenntnis davon.“ (dt)

Foto: TBIT