Wohnungsbrand in Dülken: Flammen schlugen beim Eintreffen der Feuerwehr Viersen aus dem Fenster

Die Feuerwehr Viersen hat am Sonntag, 6. Oktober 2019, einen Wohnungsbrand an der Viersener Straße in Dülken gelöscht. Acht Bewohner des Hauses wurden vom Notarzt untersucht. Der Rettungsdienst brachte einen 43-jährigen Betroffenen aufgrund einer Rauchgasintoxikation vorsorglich ins Allgemeine Krankenhaus Viersen. Das Ordnungsamt der Stadt Viersen sicherte die Unterbringung der weiteren Personen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Viersen-Dülken – Alarm für die Feuerwehr Viersen am Sonntag, 6. Oktober 2019, um 5.19 Uhr: Zwei Anrufer melden einen Wohnungsbrand an der Viersener Straße in Dülken. Als vier Minuten später die ersten Rettungskräfte eintreffen, sind die Flammen in einer Wohnung im ersten Obergeschoss von außen deutlich zu sehen. Acht Menschen, die in dem Haus wohnen, werden in einer nahegelegenen Gaststätte versorgt. Einer der Männer zeigt Anzeichen einer Rauchgasvergiftung. Der Rettungsdienst fährt ihn zu weiteren Untersuchungen ins AKH Viersen.

Während sich Notarzt und Rettungsdienst um die Betroffenen kümmern, löscht die Feuerwehr Viersen den Brand. Eine Drehleiter ist im Einsatz für den Löschangriff von außen. 14 Wehrleute arbeiten unter schwerem Atemschutz gegen die Flammen. Die Viersener Straße wird während des Einsatzes von der Polizei abgesperrt.

Weniger als eine Stunde nach der Alarmierung ist das Feuer unter Kontrolle. Die ersten Einsatzkräfte können wenig später wieder einrücken. Alle Wohnungen werden noch einmal mit Wärmebildkameras überprüft. Die Nachlöscharbeiten sind aufwendig. Unter anderem müssen abgehängte Holzdecken geöffnet und auf Glutnester untersucht werden. Mit starken Lüftern wird der restliche Rauch aus dem Haus geblasen. Der Einsatz dauert bis 9.15 Uhr.

Das Haus ist vorerst unbewohnbar. Die NEW kommt auf Anforderung der Feuerwehr und stellt den Strom ab. Das Ordnungsamt der Stadt Viersen kümmert sich mit Unterstützung des Hauseigentümers um die Unterbringung der Betroffenen. Sie finden einen Platz in einem leerstehenden Gebäude in der Nachbarschaft, das demselben Eigentümer gehört. Die Feuerwehr stellt Feldbetten bereit. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Polizei.

Mit der ersten Alarmierung rückten die hauptamtliche Wache, der Löschzug Dülken und die Einsatzleitwagen-Gruppe (ELW-Gruppe) sowie der Rettungsdienst aus. Nachalarmiert wurden der Löschzug Boisheim und die Löschgruppen Stadtmitte und Rahser des Löschzugs Viersen. Insgesamt waren 41 Kräfte an der Einsatzstelle, davon sechs vom Rettungsdienst.

Der Löschzug Süchteln stellte die Grundsicherung für das gesamte Stadtgebiet. Sein Einsatz endete mit dem Einrücken der hauptamtlichen Kräfte gegen 7 Uhr. Die weiteren Arbeiten übernahmen Ehrenamtler des Löschzuges Dülken.

Foto: Feuerwehr Viersen