Woran man einen guten Portwein erkennt

Der Legende nach ist der malerische Hafen der Stadt Porto Namensgeber für den berühmtesten der süßen Dessertweine, den Portwein. Von hier aus wurde er verschifft, um in der ganzen Welt Ruhm zu erlangen und die Gaumen der Gourmets zu erfreuen. Meist denkt man an den dunkelroten Likör, der gern am Ende eines üppigen Dinners gereicht wird.

Genießen & mehr – Doch Portwein ist so viel mehr. Es gibt ihn auch als weißen Port. Zudem kann man ihn nicht nur zu Desserts, sondern auch zu Käse, Oliven und Pasteten reichen. Doch Portwein ist nicht gleich Portwein, nach dem Lesen dieses Artikels kennt man auch als Laie die Unterschiede.

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Die Geschichte des Portweins

Die Trauben stammen traditionell aus dem Douro-Tal in Portugal. Seinen Erfolg und seine heutige Herstellung verdankt der Portwein einem Handelsstreit zwischen den Franzosen und den Engländern im 17. Jahrhundert. Plötzlich waren französische Weine sehr teuer, da sie mit hohen Zöllen belegt wurden und man suchte nach Alternativen. In Portugal wurde man fündig, musste den Rotwein jedoch mit hochprozentigem Brandy versetzen. So sollte er länger haltbar, und stabil genug für eine Schiffsreise sein. Soweit die Kurzversion der wechselhaften Geschichte des Portweins. Den Portwein, wie man ihn auch heute noch kaufen kann, gibt es allerdings erst seit 1850.

Herstellung des Portweins

Portwein ist tatsächlich eine Mischung aus halb vergorenem Wein und 80-prozentigem Weinbrand. Der Weinbrand beendet die Gärung. Die Hefebakterien, die für diesen Prozess notwendig wären, sterben bei der Zugabe von Alkohol ab.

Das ist auch der Grund, warum Portwein am Ende über 19 bis 22 Prozent Alkoholgehalt verfügt. Ähnlich wie der klassische Rotwein reift auch der Portwein in Fässern. Für den Portwein werden in der Regel rote Trauben genutzt, es gibt jedoch auch andere Portweinvarianten, für die weiße Trauben die Basis bilden.

Wie man einen guten Port erkennt

Zwischen zwei und sechs Jahren reift ein guter Portwein in Fässern. Dann wird verkostet und die Qualität bestimmt. Als Laie sollte man auf die dunkle Farbe und vor allem das DOC-Zeichen achten. DOC steht für “Dominacão de Origem Controlada” und garantiert, dass der Portwein auch tatsächlich aus seinem ursprünglichen Anbaugebiet in Portugal stammt.

Ist man sich unsicher, sollte man sich bei Fachmagazinen und Onlinemedien umschauen. Dort erhält man viele Informationen über den Portwein und erfährt in der Regel auch, wo man den besten Portwein bestellen kann.

Portwein ist nicht gleich Portwein

Ruby Port

Dieser Portwein lagert nicht lange im Fass. Schon nach zwei bis drei Jahren wird er abgefüllt. Das Ergebnis: ein fruchtiger Portwein. Da der Portwein erst nach langer Lagerung an Farbe verliert, wird der Ruby Port seinem Namen gerecht und präsentiert sich dunkelrot, wie ein Rubin.

Rosé Port

Fruchtig und süß wird dieser Portwein von Experten beschrieben. Er verbleibt nur zwei Jahre im Fass und sollten dann auch nicht mehr lange gelagert werden. Rosé Port ist für den direkten Verbrauch bestimmt und schmeckt auch gut mit Tonic Water.

White Port

Weiße Portweine sind im Allgemeinen nicht so süß wie ihre roten Geschwister. Sie schmecken weniger nach Beeren, sondern mehr nach exotischen Früchten und sollten stets gekühlt getrunken werden.

Tawny Port

Neben einer angenehmen Süße schmecken Kenner hier auch Aromen von Nüssen und getrockneten Beeren. Der Tawny Port lagert länger in den Fässern und verliert so mehr Farbe. Schließlich, am Ende seiner Reifezeit hat er eine warme Bernsteinfarbe.

Vintage Port

Der Vintage Port ist Portwein in bester Qualität, was sich auch im Preis widerspiegelt. Hier versammeln sich nur die allerbesten Weine. Ihn sollte man in langsamen Schlucken genießen, denn er verändert seine Aromen im Mund. Ein perfekter Begleiter für würzigen Käse.

Fazit

Man kann Portwein nicht einfach kosten und kennt sich dann aus. Portwein ist eine Leidenschaft, jede Flasche birgt eine neue Erfahrung, neue Geschmäcker und Aromen. (opm)