Zehn Personen und Initiativen mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet

Ehrenamt hat im Kreis Viersen viele Gesichter. Rund 120 Engagierte waren zur Verleihung des Ehrenamtspreises gekommen, den der Kreis Viersen in diesem Jahr zum ersten Mal vergibt. Im Forum des Kreishauses erhielten zehn Personen und Initiativen die Auszeichnung.

Kreis Viersen – Der Ehrenamtspreis ist mit 400 Euro dotiert. Die Sparkasse Krefeld unterstützt den Ehrenamtspreis. Die Jury, bestehend aus Landrat Dr. Andreas Coenen, Dr. Brigit Roos, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Krefeld, den ehrenamtlichen Landräten sowie den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen, hatten die Sieger ausgewählt. Die Gäste bekamen beim Festakt einen Eindruck von den vielseitigen Bereichen, in denen sich die Ehrenamtler in allen neun Städten und Gemeinden engagieren.

Von Landrat Dr. Coenen ging die Initiative aus, das Ehrenamt im Kreisgebiet auf diese Weise zu würdigen. Er stellte heraus, warum der freiwillige Einsatz so wichtig ist: „Ihr Engagement stärkt den kulturellen Austausch, das solidarische Miteinander und den sozialen Zusammenhalt im Kreis Viersen.“ Die Bandbreite ehrenamtlichen Engagements betonte Dr. Roos: „Vertreten ist jedes Alter, jede Kultur und Religion, alle beruflichen Karrierestufen, jeder Ort. Im Ehrenamt gibt es keine Grenzen.“

Landrat Dr. Andreas Coenen (l.) und Dr. Birgit Roos (2.v.r.), Vorsitzende des Vorstandes der Sparkasse Krefeld, mit den Siegern und der Jury des Ehrenamtspreises des Kreises Viersen. Foto: Frank Hohnen

Nawal Alraya und Alfred Lersch erhielten die Auszeichnung für die Initiative „Kempen hilft“. Die Initiative ist aus einem privaten Netzwerk hervorgegangen, das sich ab 2015 intensiv für die Versorgung und Integration der in Kempen gemeldeten Flüchtlinge eingesetzt hatte. Ein Schwerpunkt ist der Sprachunterricht und die Betreuung von Kindern während der Unterrichtszeit.

Leslie Bloschies und 15 weitere Ehrenamtler des Grundschulprojekts „Hospiz macht Schule“ arbeiten mit Schülerinnen und Schülern kindgerecht Trauererfahrungen auf. Sie besprechen Themen wie Krankheit, Sterben und Tod. Neunmal war das Team mit der Projektwoche an Grundschulen im Kreisgebiet.

Ingrid Grühnke nahm den Preis für die 35 „Rollstuhlschieber St. Tönis“ entgegen. Seit 40 Jahren gehen die Freiwilligen mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenhauses zwei Mal im Monat spazieren. Einige der Gründerinnen sind noch immer dabei.

Markus Heines setzt sich seit Jahren für den Natur- und Artenschutz im Kreis Viersen ein. 20 bis 30 Stunden pro Woche ist er in der Natur unterwegs. Er organisiert Führungen und Radtouren, hält Vorträge und besucht Kindergärten und Schulen.

Die Hospizgruppe des Haus Franz in Dülken besteht seit 16 Jahren. Zwischen 12 und 34 ehrenamtliche Sterbebegleiter erfüllen Wünsche von Menschen, die in ihre letzte Lebensphase eingetreten sind. Dazu gehören Gespräche, Spaziergänge oder kleine Einkäufe.

Regina Küppers setzt sich für die Vernetzung und Integration von Menschen mit geistiger Behinderung ein. Sie hat ihr Engagement vor 40 Jahren mit der Organisation von Freizeiten begonnen, seit 30 Jahren ist sie ununterbrochen Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Kreis Viersen.

Thomas Musen und Cornelia Breidenbach haben den Verein „Kulturprojekt Königsburg 2.0“ gegründet. Die Ehrenamtler haben die Königsburg Süchteln renoviert, um sie zu einem Ort der Kultur und Begegnung zu machen. Heute finden dort wieder Filmvorführungen, Kreativkurse und Theateraufführungen statt.

Ute Runge und die Tönisvorster Gruppe „Häusliche Unterstützung für Menschen mit Demenz und Angehörige“ betreuen und begleiten an Demenz erkrankte Menschen in ihrem Zuhause. Seit zehn Jahren ermöglichen die Ehrenamtler an Demenz erkrankten Personen unbeschwerte Stunden und aktivieren vergessene Fähigkeiten.

Erika Zachau berät seit mehr als 18 Jahren ehrenamtlich zu Fragen rund um die Rente. Kostenlos macht sie Hausbesuche, berät am Telefon oder bietet offene Sprechstunden bei Sozialverbänden an. Mehr als 7.500 Menschen hat sie zu ihrem rechtmäßigen Rentenanspruch verholfen.

Roland van Zoggel und sein Team von der Jedermannhilfe Brüggen helfen in vielen Lebenslagen, von Lesepaten in Kindergärten und Grundschulen bis hin zu Angeboten für die Brüggener Senioren. Ein neues Projekt sind die Wunschgroßeltern: Fitte Senioren und Familien oder Alleinerziehende werden zusammengebracht.