Zollfahnder beschlagnahmen 100 Kilogramm Drogen im Brüggener Grenzwald

Am vergangenen Donnerstag, den 28. Mai 2020, bestreiften Zöllner des Hauptzollamtes Krefeld den Grenzwald hinter Brüggen. Gegen 18:00 Uhr geriet ein aus den Niederlanden über die Landstraße 371 einfahrender VW UP in den Fokus der Zollstreife.

Brüggen – Der Aufforderung anzuhalten, kam der aus dem Rheinland stammende 30-jährige Fahrer sofort nach und stellte das Fahrzeug ordnungsgemäß auf dem nahe gelegenen Waldparkplatz ab. „Der hat aber ordentlich eingeparkt, will der länger bleiben?“, so die erste Reaktion des Streifenführers der Kontrolleinheit Verkehrswege aus Kaldenkirchen. Auch die erste Frage der Zöllner nach mitgeführten Drogen wollte der deutsche Staatsangehörige nicht direkt mit nein beantworten und gab zögerlich zu, Amphetamin aus Holland mitgebracht zu haben.

100 Kilogramm der harten Droge beschlagnahmten die Zöllner nach der Durchsuchung des Fahrzeugs. Sowohl hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz wie auch im Kofferraum hatte der mutmaßliche Drogenkurier jeweils eine Einkaufstasche mit insgesamt 97 Paketen Amphetamin deponiert. Der mutmaßliche Drogenkurier wurde vorläufig festgenommen, dem Haftrichter vorgeführt und zwischenzeitlich in Untersuchungshaft genommen. Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen.

Der Schmuggel mit Amphetamin hat seit 2018 im Krefelder Kontrollbezirk um 63 Prozent zugenommen. Allein mit den jetzt beschlagnahmten 100 Kilogramm Amphetamin hätten zwei Millionen Konsumeinheiten hergestellt werden können, so der Pressesprecher des Hauptzollamtes Krefeld, Rainer Wanzke.

Quelle: Hauptzollamt Krefeld