ZONTA setzt ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen: Viersen leuchtet orange

Mit „Zonta Says NO“ beteiligt sich Zonta International im Jahr seines 100-jährigen Jubiläums erneut in 63 Ländern quer über den Globus an der Kampagne der Vereinten Nationen zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Auch in Viersen beteiligt sich der hiesige Zonta-Club an der Aktion „Orange your City“ und setzt ein Leuchtzeichen gegen die sexualisierte Gewalt, ihre Ursachen und Folgen.

Viersen – Zahlreiche öffentliche Institutionen, Organisationen, kleine und große Unternehmen sowie internationale Konzerne unterstützen die Zonta Says NO-Leuchtaktion der Clubs vor Ort, in Viersen leuchten deshalb die Narrenmühle, der Bismarckturm, die Kreuzkirche und viele weitere Gebäude in diesen Tagen orange. Am 25. November um 18 Uhr treffen sich interessierte Frauen zudem auf Einladung des Zonta-Clubs Niers-Schwalm-Nette in der orange angestrahlten Dülkener Narrenmühle. Dr. Hans Schläger referiert während dieser Veranstaltung über die Mühlengeschichte. Mit diesen Aktionen will Zonta International ein Leuchtzeichen setzen und erreichen, dass in Deutschland immer mehr Menschen hinhören und hinsehen, wenn Frauen und Mädchen von Gewalt bedroht und betroffen sind.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

„Wir begrüßen das breite bundesweite Engagement für Zonta Says NO. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist die weltweit häufigste Menschenrechtsverletzung. Statistisch gesehen stirbt in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau an den Folgen der Gewalt durch ihren Partner. Gewalt behindert das Potenzial vieler Frauen und Mädchen und zerstört ihre Lebensträume, mit verheerenden Folgen auch für die ganze Gesellschaft“, sagt Christiane Walter, Präsidentin der Union deutscher ZONTA-Clubs.

Zonta International tritt in diesem Zusammenhang auch für die Beendigung der weit verbreiteten Kinder- und Zwangsehe ein. „Alle zwei Sekunden wird weltweit ein Mädchen verheiratet. Was oft in der Absicht geschieht, die eigenen Töchter zu schützen bedeutet meist das Gegenteil: den Abbruch der Schulbildung und ein fremdbestimmtes Leben unter den Bedingungen physischer und psychischer Gewalt. Dagegen setzen wir uns entschieden auf allen Ebenen unserer weltweiten Organisation ein“, erklärt Susanne von Bassewitz, seit 2018 die erste deutsche internationale Präsidentin von Zonta International. Die global agierende Serviceorganisation berufstätiger Frauen wurde vor einhundert Jahren am 8. November 1919 in Buffalo, New York, gegründet.
1991 hat das Women’s Global Leadership Institute die Kampagne „16 days of activism against gender violence“ gestartet. Unter dem Motto „Orange The World“ hat UN Women 2008 den Ball aufgenommen. Seither ist „Orange The World“ Teil der „UNiTE to End Violence against Women“ Kampagne des Generalsekretärs der Vereinten Nationen. Jahr für Jahr machen Frauen weltweit vom 25. November bis zum 10. Dezember mit orange leuchtenden Aktionen und zahlreichen weiteren Veranstaltungen auf das Problem und seine verheerenden Auswirkungen aufmerksam.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming