ZONTA setzte ein leuchtendes Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Mittlerweile schon traditionell beteiligte sich der ZONTA Club Viersen an der Aktion „ZONTA SAYS NO to Violence against Women“. Hierzu erstrahlte Viersen erneut in leuchtendem Orange um ein besonderes Zeichen zu setzen.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Während der Corona-Pandemie hat die geschlechterspezifische Gewalt an Frauen und Mädchen weiter zugenommen. Die im März von Bund und Ländern verabredeten Hilfsmaßnahmen für Frauen in der Corona-Krise greifen nach Ansicht von Zonta zu kurz.

Rund 100 Clubs des internationalen Frauennetzwerkes Zonta haben deshalb am Abend bundesweit bekannte Gebäude und Wahrzeichen in Orange erstrahlen lassen, um der Forderung nach einer konsequenten Umsetzung der Istanbul Konvention Nachdruck zu verleihen. „Jedes Opfer ist eines zu viel. Frauen sollen gestärkt und unterstützt werden, das gesellschaftliche Bewusstsein muss sich ändern“, so die Viersener ZONTA-Präsidentin Inge Orta.

Foto: Rheinischer Spiegel

Mit dem Blick darauf, dass nach einer Statistik der Weltgesundheitsorganisation auch heute noch jede dritte Frau Opfer einer Gewalttat, einer Vergewaltigung oder eines Angriffs wird, ist die Aktion „Orange your City“ aktueller denn je. 1991 durch die Organisation UN Women der Vereinten Nationen ins Leben gerufen, haben sich ihr mittlerweile zahlreiche Verbände angeschlossen.

„Ich bin froh und dankbar, dass sich Zonta Germany mit „Zonta says NO“ auch hier für die Rechte von Frauen einsetzt und mit „Maske 19″ eine wichtige Initiative ins Leben gerufen hat, die Opfern von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt schnelle und niedrigschwellige Hilfe ermöglicht“, sagt die EU-Vizepräsidentin Katarina Barley. Es brauche darüber hinaus weltweit mehr Aufmerksamkeit für dieses Anliegen und ein klares gesellschaftliches „Nein!“ zu Gewalt gegen Frauen.

Foto: Rheinischer Spiegel

Wer am späten Nachmittag durch Viersen spazierte konnte seine Schritte von der Festhalle aus entlang der Kreuzkirche zur Georg-Ettl-Skulputur „Starke Frau“ am Stadthaus zur Deutschen Bank und der Remigiuskirche, immer gefolgt von einem warmen und dennoch aufrüttelnden orangen Licht, lenken. Wer etwas außerhalb der Stadt suchte, wurde schnell auch beim Turm der Feuerwehr, dem Verwaltungsgebäude des LVR in Süchteln oder am Rande des Hohen Buschs an der frisch aufgeforsteten Peter-Stern-Allee fündig. Hier hatte der Verschönerungsverein zu Viersen (VVV) die Aktion unterstützt. (cs)