Zoo Krefeld: Polizist erschoss verletzten Gorilla

Aus einem Bericht des Innenministeriums an den NRW-Landtag geht hervor, dass ein verletzter Gorilla nach dem katastrophalen Brand in Krefeld mit einer Maschinenpistole durch einen Polizisten getötet werden musste.

Krefeld – Während noch in der Nacht zu Neujahr davon ausgegangen wurde, dass kein Tier den Brand des Affenhaueses im Krefelder Zoo überlebt habe, wurde nun in einem Bericht des Innenministeriums an den nordrhein-westfälischen Landtag mitgeteilt, dass am Morgen nach der Katastrophe ein schwer verletzter Gorilla durch einen Polizisten erschossen werden musste. Die Tierärztin hatte ohne Erfolg versucht das Tier einzuschläfern.

Laut Bericht hatten sich bereits während des Brandes Polizisten mit Maschinenpistolen rund um das Affenhaus postiert mit dem Ziel verletzte oder panische Tiere zu stoppen um so die Einsatzkräfte zu schützen. Diese gingen zu dieser Zeit davon aus, dass kein Tier überlebt habe. Erst gegen 8 Uhr am morgen wurden zwei verletzte Tiere gefunden. Der Bericht des Innenministeriums verweist darauf, dass die Tierärztin ein Orang-Utan-Weibchen einschläferte, der Gorilla wurde nach Freigabe durch den Polizeiführer von einem Polizisten erschossen. (dt)

Tötung überlebener Affen im Krefelder Zoo: Beteiligte entschieden Informationen nicht zu kommunizieren

Foto: Tobias Großer/Rheinischer Spiegel

Nach dem furchtbaren Brand herrscht bedrückende Stille am Krefelder Zoo