Zum 31. Mal maßen sich die Badewannenkapitäne auf der Niers

Mittlerweile seit mehr als drei Jahrzehnten starten die Badewannenkapitäne auf der Niers zu einem Rennen der besonderen Art wenn es heißt: „Die Wannen ins Wasser.“ Dabei hat sich nicht viel verändert, denn am zweiten Sonntag im August geht es damals wie heute um richtig viel Spaß und jede Menge Nierswasser.

Foto: Rheinischer Spiegel/ik

Viersen/Willich – Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt, auch nach einunddreißig Jahren nicht. Zu dieser Zeit, 1988 nämlich, fand das erste Badwannenrennen der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Anrath statt. Die Niers ist im Laufe der Jahre sauberer geworden und der Wasserspaß ist immer noch ein absolutes Highlight rund um unser heimisches Flüsschen.

Mitmachen durfte jeder, der die allgemeinen Anforderungen der internationalen Vereinbarungen für Badewannen auf öffentlichen Gewässern (IVB) einhielt. Die Badewanne musste deshalb in allen fantasievollen Boot-Bauten vorhanden sein, höchstens 1,50 Meter breit und max. 50 cm tief im Wasser liegen um nicht auf Grund aufzulaufen, viel tiefer ist die Niers nämlich nicht. In diesem Jahr hatten sich wieder mehr als zehn Mannschaften angemeldet.

So traten am gestrigen Sonntag bei strahlendem Sonnenschein unter anderem die KLJB Straelen ganz in blau mit Fässern für den Auftrieb, Breyell-Schaag, Waldniel in einem Tigerentenboot, Kerken, Süchteln, Dülken mit Badewanne Hawanna (die leider beim Fun-Rennen ihr zeitliches Ende fand) und Anrath gegeneinander an, um möglichst schnell 200 stromabwärts und manchmal auch stromaufwärts hinter sich zu bringen. Rennen, bei denen alles erlaubt war, was bei anderen Sportarten nicht unbedingt gerne gesehen wird. Auch im einunddreißigsten Jahr eine Gaudi, die an der Niers nur schwer zu übertreffen ist. (pl)

Foto: Rheinischer Spiegel/ik