„Zur Welt gebracht…“ Weihnachtsoratorium aus der Feder von Elmar Lehnen und Bastian Rütten

Weihnachten 2020 war sicher ein besonderes Weihnachten. Vielerorts waren die Gottesdiensten aufgrund der Pandemie abgesagt. Um so wichtiger wurde die TV-Christmette im ARD-Programm, die aus der Alten Kirche in Lobberich übertragen wurde. Aber auch hier galt: im kleinsten Kreise musste von allen Beteiligten gedacht und geplant werden.

Lobberich – Heraus kamen besondere Arrangements von vielen, alten und lieben Weihnachtsliedern. Elmar Lehnen hatte diese Musik für die außergewöhnliche Besetzung von Harfe, Flügel, vier Flöten und im Doppelquartett-besetzen Chor geschrieben. Viel zu schade, so fanden viele, dass diese traumhafte Musik nun in der Notenkiste verschwindet. So haben die beiden gebürtigen Nettetaler Lehnen und Rütten es sich zur Aufgabe gemacht, diesen vorhandenen Bestand auszuarbeiten. Herausgekommen ist ein modernes Weihnachtsoratorium.

Ein Sprecher (Dirk Tecklenborg, aus dem emsländischen Lingen) führt die Zuschauer und Zuhörer durch die größte Geschichte aller Zeiten. „Wer Weihnachten verstehen will, der muss alles weglassen. Auch das Weihnachten seiner Kindheit …“, so beginnt er den Text. „Auf dem Weg durch diese Weihnachtsgeschichte begegnen dem Zuhörer dann viele Weihnachtslieder im neuen Gewand!“, so Elmar Lehnen. Er, der Basilikaorganist in Kevelaer, arbeitet quasi tagtäglich mit Dr. Bastian Rütten zusammen. Letzterer ist als Pastoralreferent in der Leitung der Wallfahrt aktiv und entwickelt dort neue Formate der Glaubensverkündigung.

„So soll auch „Zur Welt gebracht …“ sein“, schwärmt der Theologe. „Die uralte Weihachtsgeschichte wird durch den Sprecher und die Texte aufeinmal urjung! So wollen wir auch diese Geschichte „zur Welt bringen“ – also in das Jahr 2022 und in unser Heute!“. Das ganze Werk wird nun in der Alten Kirche uraufgeführt werden. Also dort, wo sozusagen seine Wiege steht. „Die ganze Entwicklung ist irgendwie eine Frucht unserer Pandemiezeit“, so der Musiker Lehnen.

„Meine Texte und Elmars Musik hatten viel Zeit zu einer Einheit zu werden“, ergänzt Bastian Rütten. Insgesamt ist das ganze Werk die Frucht monatelanger kompositorischer und dramaturgischer Arbeit. Am Samstag, den 08.01.2022 wird es nun um 16 Uhr soweit sein. Musikalisch kann man sich auf eine besondere Besetzung freuen.

Die Altistin Annette Gutjahr wirkt ebenso mit, wie die Harfenistin Susanna Feige. Anja Roßmann, Susanne Fink und Biggi Lehnen besetzen die Flötenstimmen und ein Vokalensemble übernimmt die Chorpartien. Elmar Lehnen wird selber das Klavier spielen. Das Lichtkonzept der Kirche verantworten Jürgen Inkmann und Lukas Hauertz. Die musikalische Gesamtleitung hat Christian Gössel. Er arbeitet als Kantor an der Propsteikirche St. Marien in Kempen. Gössel freut sich: „Eine solche Mischung ist geradezu geeignet zu beweisen, dass Kirchenmusik auch heute Verkündigung ist!“

Karten zum Preis von 15,00 Euro sind in der Buchhandlung Matussek, oder unter www.altekirche.info im Onlineshop erhältlich. Die Veranstaltung ist unter 3G -Bedingungen geplant. Es gelten aber die Vorgaben am Veranstaltungstag (evtl. 2G). (opm)

Elmar Lehnen, Christian Gössel und Bastian Rütten bei den letzten Überlegungen zur Inszenierung. Foto: Privat