Zwei Aktionen zum Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25. November

Gewalt gegen Frauen ist leider immer noch allgegenwärtig. Der 25. November 2020 ist von den Vereinten Nationen als Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen deklariert. Laut EU-Kommission erfährt jede dritte Frau in Europa mindestens einmal im Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt. Darauf macht jetzt die Gleichstellungsstelle der Stadt Mönchengladbach aufmerksam.

Mönchengladbach – In Mönchgladbach gibt es diesmal gleich zwei Aktionen, um Aufmerksamkeit auf den UN-Aktionstag gegen Gewalt an Frauen zu lenken: Die Gleichstellungsstelle beteiligt sich gemeinsam mit der Frauenberatungsstelle, den beiden Frauenhäusern und der Polizei – zusammengeschlossen im Arbeitskreis gegen Gewalt in Beziehungen (AK GGIB) – an der Fahnen-Aktion von terres de femmes. An städtischen Verwaltungsgebäuden, bei der Polizei, an der Hochschule sowie am Gewerkschaftshaus werden Fahnen mit der Aufschrift: „Nein zu Gewalt an Frauen – frei leben – ohne Gewalt“ gehisst.

Die beiden Zontaclubs und die Soroptimisten in Mönchengladbach haben sich zusammengetan, um ein weiteres sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Mit den Aktionen „Zonta says NO“ und „Orange your City“, bei denen weltweit zahlreiche Gebäude orange angestrahlt werden, wollen die Frauen der Serviceclubs das Thema in die Öffentlichkeit bringen.

Auch in Mönchengladbach werden mit Einbruch der Dunkelheit u.a. die Hochschule, die Kaiser-Friedrich-Halle, das Haus Erholung und das Minto orange angestrahlt und so Zeichen gegen Gewalt gesetzt.

Monika Hensen-Busch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt: „Gerade in Zeiten von Corona wird deutlich, dass es wichtig ist, bestimmte besondere Lebensumstände von Menschen in den Blick zu nehmen. Dem Aufruf, wegen der Pandemie zu Hause zu bleiben, können nur die Folgen, die auch ein sicheres zu Hause haben. Es gibt aber Frauen, für die das zu Hause der gefährlichste Ort im Leben ist. Vielfach kommt es zu einer angespannten Situation in Familien, finanzielle Sorgen und auch eingeschränkte soziale Kontakte können zu wachsenden Spannungen und Stress führen.

Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache, sondern leider nach wie vor ein allgegenwärtiges Problem – ein gesellschaftliches Phänomen, das alle angeht – und gesamtgesellschaftlich zu bearbeiten ist. Frauen, die von häuslicher und sexueller Gewalt betroffen sind, benötigen professionelle Unterstützungsangebote und Schutzraum in Frauenhäusern. Dazu fordern wir Gleichstellungsbeauftragte mit unseren Landes- und Bundesarbeitsgemeinschaften eine bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung mit Beratungsstellen und Gewaltschutzeinrichtungen sowie deren bundeseinheitliche Finanzierung.

Allen betroffenen Frauen und ihren Kindern soll Schutz, Unterstützung und Beratung ermöglicht werden. Die Täterarbeit ist auszubauen und ganz wichtig ist es auch in Mönchengladbach den Bereich Prävention z.B. durch Mädchen- und Jungenarbeit sowie die Beratungs- und Unterstützungsangebote für Männer auf- und auszubauen.“

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