Stimmengewirr, gespannte Gesichter und leises Kichern erfüllten am frühen Abend des 23. Dezember das kleines Burgtheater. Zahlreiche Kinder versammelten sich nämlich, um eine ganz besondere Aufgabe zu erfüllen – Knorkie und Brummel aus ihrem langen Schlaf zu holen.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler
Brüggen – Die beiden Zwerge, die der Legende nach in einem Schrank des Theaters wohnen und das ganze Jahr über tief und fest schlummern, wurden auch diesmal nicht von selbst wach. Viele der anwesenden Kinder kannten Knorkie und Brummel bereits von früheren Geburtstagsfeiern im Theater. Dort, so heißt es, könne man ihr Schnarchen hören, wenn man ganz still sei. Doch an diesem Abend war Stille ausdrücklich nicht gefragt.

Mit lautem Rufen, Klatschen und viel Begeisterung halfen die Kinder dabei, die verschlafenen Zwerge zu wecken. Der Grund für die Aufregung war schnell erklärt: Graf Wibbel wollte Knorkie und Brummel mit seiner Zeitreisemaschine abholen, um gemeinsam irgendwo in der Zeit Weihnachten zu feiern. Ohne die Hilfe der jungen Besucher wäre diese Reise jedoch nicht möglich gewesen.

Viele Kinder hatten zudem selbst gebackene Plätzchen mitgebracht. Die süße Wegzehrung war als Stärkung für die Zwerge gedacht, die nach einem Jahr Schlaf sichtlich hungrig gewesen sein sollen. Als Dankeschön erhielten die kleinen Helferinnen und Helfer ein Geschenk – eine Überraschung, die für strahlende Gesichter sorgte.
Neben der fantasievollen Geschichte stand auch der gute Zweck im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die während des Zwergenerwachens gesammelten Spenden wurden für die Deutsche Kinderkrebshilfe bestimmt. Damit verband das Ereignis vorweihnachtliche Magie mit sozialem Engagement. (sk)





