Parfümerie Pieper schließt Standort an der Viersener Hauptstraße

In der Hauptstraße 71 wird in absehbarer Zeit das Licht ausgehen. Die Filiale der Parfümerie Pieper in der Viersener Innenstadt zählt zu jenen neun Standorten in Nordrhein-Westfalen, die im Zuge der laufenden Sanierung aufgegeben werden. Für die Fußgängerzone der Stadt bedeutet dies einen weiteren Leerstand, für die Belegschaft vor Ort das Ende ihres bisherigen Arbeitsplatzes.
Von RS-Redakteur Walter Henning

Viersen – Das Unternehmen mit Sitz in Herne befindet sich seit dem vergangenen Herbst in einem vorläufigen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das zuständige Amtsgericht Bochum hatte den Schritt im November angeordnet. Seither arbeitet die Geschäftsführung an einem Restrukturierungskonzept, das nun konkrete Formen annimmt.

Rund 140 Filialen betreibt die traditionsreiche Kette eigenen Angaben zufolge, der Schwerpunkt liegt in Nordrhein-Westfalen. Mehr als tausend Beschäftigte stehen dort auf der Gehaltsliste. Mit der nun angekündigten Reduzierung reagiert das Unternehmen auf anhaltenden wirtschaftlichen Druck im stationären Einzelhandel. Betroffen sind vor allem Standorte in stark frequentierten Einkaufszentren und Innenstädten – neben Viersen unter anderem in Essen, Duisburg, Oberhausen und Mönchengladbach.

Nach Unternehmensangaben verlieren etwa 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren bisherigen Arbeitsplatz. Ihnen sollen jedoch Perspektiven in verbleibenden Filialen eröffnet werden. Der operative Betrieb in den übrigen Häusern läuft unverändert weiter. Für Viersen ist die Entscheidung ein spürbarer Einschnitt. Die Filiale galt als fester Bestandteil des innerstädtischen Angebots im Bereich Kosmetik und Duftwaren. Mit ihrem Wegfall schrumpft die Vielfalt im lokalen Einzelhandel erneut. Die Schließungen sollen in den kommenden Wochen schrittweise umgesetzt werden. Ziel der Maßnahmen ist es, das Filialnetz wirtschaftlich tragfähig zu gestalten und die Zukunft des Unternehmens zu sichern. (wh)

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